Lache dich gesund beim Lachyoga. Bei Gerd Friedl kann man die positiven Auswirkungen eines freundlichen Gesichts auf den ganzen Körper erfahren.

Von Dorothea Müllner-Frühwirth. Erstellt am 07. Februar 2019 (05:53)
Josef Lang
Die erste Trainingsstunde haben zahlreiche Teilnehmer genutzt, um ihre Lungenflügel mit Luft zu befüllen und mit einem positiven Lebensgefühl wieder nach Hause zu gehen.

Gut gelaunt, gesund und optimistisch durch den Tag – dieser fromme Wunsch könnte mit Hilfe von „Lachyoga“ für jeden Realität werden. Verspricht der Veranstalter der Workshops doch positive Auswirkungen auf den gesamten Körper, strahlende Schönheit inklusive.

 Durch Krankheit zur Gesundheit gefunden

„Ich habe selbst gesundheitliche Probleme gehabt, hatte öfter Lungenentzündung. Als ich dann zu Hause gelegen bin, ist mir ein Bericht über Lachyoga wieder in den Sinn gekommen, den ich einmal gelesen habe“, erzählt Gerd Friedl, seines Zeichens Kabarettist und Lachyoga-Trainer. Er nutzte die Zeit und zog weitere Erkundungen über diese noch nicht sehr weit verbreitete Yoga-Lehre ein. Ein Seminar in Niederösterreich sollten seine Sinne für den Ausbau der Lachmuskeln schärfen und verursachte beim ihm große Begeisterung. Diese ging einher mit dem akuten Drang, noch mehr darüber zu erfahren. Um sich noch weiter in die Materie zu vertiefen startete er die Ausbildung zum Leiter für Lachyoga-Seminare.

 „Kinder lachen zwischen 300 und 400 Mal am Tag, Erwachsene nur mehr bis zu fünfzehn Mal“ Gerd Friedl, Lachyoga-Trainer

 „Man spürt die positiven Auswirkungen auf die Lunge und den ganzen Körper. Lachyoga stärkt das Immunsystem, indem es die Sauerstoffzufuhr in den Zellen erhöht und zu einem positiven Gemütszustand führt“, erklärt Friedl. Feiner Nebeneffekt: Durch diese erhöhte Sauerstoffzufuhr wird die Durchblutung angekurbelt, die wiederum eine hübsche, gesunde und zart gerötete Gesichtsfarbe mit sich bringt.

Auf die Idee, Lachübungen mit Yoga-Atemtechniken zu verbinden ist 1995 ein indischer Arzt, Madan Kataria, gekommen. Mittlerweile gibt es bereits über 50.000 Lachclubs in 120 Ländern. „Kinder lachen zwischen 300 und 400 Mal am Tag, Erwachsene nur mehr bis zu fünfzehn Mal“, zieht Gerd Friedl eine ernüchternde Bilanz. Um dieser traurigen Tatsache Abhilfe zu schaffen gründete er den „Lachclub“, in dem man seine Freude trainieren kann. Denn der Körper unterscheidet nicht, ob das Lachen künstlich erzeugt wird, oder ob man einen tollen Witz erzählt bekommt.

Josef Lang
Ein Mann - ein Lächeln. Gerd Friedl zeigt, wie man sich mit einem trainiertem Lachen rundum wohlfühlen kann.

Friedl bietet Lachyoga-Seminare für Unternehmen, Kinder und Senioren an. „Die Hirnforschung und führende Experten der Neurobiologie weisen immer wieder darauf hin, wie wichtig das Spielen, Bewegen, Singen und Lachen für leichtes Lernen sind“, erklärt er. Auch für Senioren gilt: Die Alterskrankheiten sollen durch die vermehrte Sauerstoffzufuhr beim Lachen positiv beeinflusst werden, zusätzlich wird die psychische Gesundheit dadurch unterstützt.

In Stegersbach gibt es für alle Interessenten am kommenden Donnerstag, dem 7. Februar, von 18.30 bis 19.30 Uhr im Musikheim wieder die Chance, durch gezieltes Lachen seinen Alltag und sich selbst zu verschönern.