Marc Peischl ist der "Herr über das Kastell". Dank Marc Peischl kann man sich das Kastell in Stegersbach auf der Zunge zergehen lassen - und das in vielerlei Hinsicht.

Von Vanessa Bruckner. Erstellt am 05. Juli 2019 (03:06)
Vanessa
Herrschaftlich. Das ehemalige Renaissanceschloss wurde 1636 erbaut. Auch heute feiert und speist man in dem Gasthaus königlich.

In seinen bald vierhundert Jahren hat das Kastell schon vieles gesehen und beherbergt. Das ehemalige Renaissanceschloss der Batthyanys war zudem Kindergarten, Schule und Verwaltungsgebäude. Dann kam Marc Peischl übers große Meer.

Das war 2012 und der gebürtige Ollersdorfer entschloss sich damals nach vielen Jahren in den USA wieder ins Südburgenland zu ziehen und hier sein Herzensprojekt zu verwirklichen. Einen Ort für alle Fälle, Events, Hochzeiten und Gourmetfreunde zu schaffen.

Eine Jahreshälfte ist „Hochzeit“ im Kastell

Nach knapp acht Monaten Bauzeit und mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde ging der Wunsch in Erfüllung und erfüllt seither wiederum für unzählige Gäste fast jeden Wunsch. Betreiber und Pächter Marc Peischl erinnert sich an die Anfänge: „Die Idee und Planungen zum Umbau habe ich Großteils noch von Amerika aus koordiniert. Einfach war und ist es natürlich nicht immer, vor allem das Denkmalamt hat mich Nerven gekostet“, schmunzelt der 41-Jährige, der in den USA 371 Hochzeiten in nur einem Jahr organisiert hat.

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Tausendsassa. Eine Melange oder einen Ball für Hunderte ausrichten - Marc Peischl ist ein Vollprofi.

Das Kastell ist für den Visionär und Tausendsassa ein ähnliches Kaliber. „Unser Saal sieht täglich anders aus. Mal wird darin Geburtstag gefeiert, mal Hochzeit und am Tag darauf findet darin ein Firmenevent statt.“ Zu schaffen sei das, so Peischl, mit seinem 20-köpfigen Team und ihn als Chef, der selbst überall mit anpackt.

Wichtig ist Peischl dabei, die Qualität für Gäste und vor allem für seine Mitarbeiter zu halten. Hochzeiten inklusive Schuhplattlern am Hauptplatz oder der hauseigene Trachtenball mit 400 Gästen, „wir sind am Ende viel größer geworden, als ich anfangs dachte.“

Im vergangenen Jahr kam man so auf gut sechs Monate, in denen man am Wochenende eine Hochzeit im Haus hatte. Einem Visionär setzt eben niemand Grenzen – außer, er sich selbst.