Ort senkt CO²-Ausstoß. Rathaus, Volksschule, Neue Mittelschule und Kindergarten werden an die Biomassenahwärme angeschlossen. Der CO² Verbrauch sinkt dadurch jährlich um 2.500 Tonnen.

Von Carina Fenz. Erstellt am 12. Juli 2017 (04:08)
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APA (dpa)

Während Österreich in Sachen Klimaschutz EU-Schlusslicht ist, setzt die Thermengemeinde Stegersbach weitere Maßnahmen, um den CO² Ausstoß zu verringern. Erst im vergangenen Jahr wurden in den Ausbau der Biomasseanlage 2,8 Millionen Euro investiert. Bis zu 4.000 Haushalte können im Ort mit Wärme versorgt werden. Größter Abnehmer bisher ist die Therme, aber auch die Firma Südobst, die Pfarre und zehn Privatkunden wurden beim letzten Ausbau angeschlossen. In den nächsten Wochen sollen auch Gemeindeobjekte, wie das Rathaus, die Volksschule, die Neue Mittelschule und der Kindergarten angeschlossen werden. Das hat der Gemeinderat in seiner vergangenen Sitzung einstimmig beschlossen.

„Wir sind eine ökologische Vorzeigegemeinde und setzen nicht nur auf Photovoltaik. Nach der Umstellung auf Biomasse sollten wir jährlich 2.500 Tonnen CO² ersparen und die Kosten für Energie um 20 Prozent senken“, erklärt Bürgermeister Heinz Peter Krammer. Auch Vizebürgermeister Michael Knopf steht hinter der Entscheidung des Gemeinderates. „Wir haben diese Umstellung schon länger gefordert und sehen diese Entscheidung sehr positiv“, erklärt Knopf. Günstig kommt diese Lösung jetzt auch für die Neue Mittelschule, denn die Heizung ist bereits in die Jahre gekommen und hätte ohnehin getauscht werden müssen. Ebenfalls beschlossen wurde auch die Errichtung einer E-Tankstelle für E-Bikes und Autos im Bereich der Erste Bank Filiale. Die Tankstelle soll bereits im Frühjahr in Betrieb gehen. Verschoben hingegen wurde der Beschluss zum Ankauf eines E-Autos für die Gemeinde. „Wir wollen die gelegten Angebote noch nachverhandeln“, erklärt Bürgermeister Krammer.

Weiters hat der Gemeinderat beschlossen, dass Kinder (0 bis 14 Jahre), die ihren Hauptwohnsitz in Stegersbach haben, in den Sommerferien nur 3 Euro Thermeneintritt zahlen. Die restlichen 4,90 Euro pro Eintrittskarte bezahlt die Gemeinde. „Da wir kein Freibad im Ort haben, wollten wir unseren Kindern die Möglichkeit geben, zu einem Freibad-Tarif baden zu gehen“, erklärt Krammer.