Steuer frisst Verdienst auf: Arbeiten in der Pension unrentabel

Erstellt am 04. August 2022 | 04:26
Lesezeit: 2 Min
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Josef Obojkovits fühlte sich wohl und hätte sich gerne weiter im Larimar-Team eingebracht.
Foto: Hotel Larimar
Larimar Chef Johann Haberl gibt Pensionisten die Chance auf einen Zusatzverdienst – doch durch die hohe Steuerbelastung rentiert sich dieser Zusatzverdienst für die Betroffenen nicht.
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Auf der einen Seite stehen Unternehmen, die händeringend Personal suchen, wie etwa in der Gastronomie und Hotellerie – auf der anderen Seite Pensionisten, die dazuverdienen wollen/müssen.

Doch die steuerliche Belastung, die bei einem zusätzlichen Einkommen zur Pension auf sie zukommt, stellt ein großes Hemmnis dar. So war auch Josef Obojkovits gerne, aber leider nur kurz, Teil des LarimarTeams.

Als er erfuhr, dass er fast 43 Prozent seines geringfügigen Einkommens an den Staat abführen muss, kam er zu folgender Entscheidung: „Ich bin mir nicht zu schade, um für 5,60 Euro (was nach Abzug der Steuer zirka übrig bleibt) in der Stunde zu arbeiten. Ich bin mit 62 nach 47 Beitragsjahren in Pension gegangen und wurde mit 12,6 Prozent Abschlag „bestraft“. Das wollte ich mir jetzt ausgleichen – bin aber nicht gewillt, dem Staat dafür fast die Hälfte an Steuern abzuführen!“

„Um den Zuverdienst in der Pension rentabel zu machen und Menschen zu unterstützen, die ihr ganzes Arbeitsleben über bereits Steuern bezahlt haben, wäre ein steuerlicher Freibetrag mindestens in der Höhe der Geringfügigkeitsgrenze (€ 485,85 im Monat), erforderlich“, fordert Hotelier Johann Haberl die Politik zum Handeln auf.

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