„Corona, ciao“: Kroatenball im Wohnzimmer

„Corona, ciao“ Der 74. Wiener Kroatenball fand heuer virtuell statt. Vom Esstisch aus wurde dem Rahmenprogramm gelauscht.

Erstellt am 31. Januar 2021 | 05:54
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Zur Feier des Tages verspeisten Martin und Anka Zsivkovics eine Original-Gulaschsuppe.
Foto: Josef Lang

In normalen Jahren pilgern hunderte Burgenlandkroaten Ende Jänner ins Parkhotel Schönbrunn, um IHREN Ball zu feiern. Heuer blieben sie alle daheim. Corona wegen!

Die Party ließen sie sich trotzdem nicht nehmen. Von Trausdorf bis Güttenbach machten eingefleischte Ballgeher in ihren Wohnzimmern vergangene Samstagnacht die Nacht zum Tag. Die Veranstalter des 74. Wiener Kroatenballs luden unter dem Motto „Corona, ciao!“ ein. Interessierte konnten um 70 Euro Ess- und Trinkpakete erwerben. Um 20 Uhr startete das Rahmenprogramm. Via YouTube wurde livegestreamt. Begleitet von Violine, Bass und Co. sangen Marco Blazeta und Klaudija Fellinger. Bevor die Tombola startete, verlasen Lidija Novak und Nicole Zeichmann-Omischl Texte.

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In Stinatz lauschte Martin Zsivkovics mit Frau Anka der Übertragung. Der 65-jährige Ex-Schuldirektor verpasste in Vergangenheit kaum einen Kroatenball. Heuer gehörte für ihn der Ball zu den schönsten, sagte er. Allerfeinste Ballkleidung war im Wohnzimmer angesagt. Dann wurde Gulasch gegessen, Sekt und Bier getrunken. Nach Ende des Rahmenprogramms, das rund eine Stunde dauerte, wurde getanzt und auf der Couch bis in die Nacht Oliver Dragojevic gehört.

Martin Zsivkovics hofft, dass 2022 wieder das Parkhotel rockt. Das Alleinstellungsmerkmal des heurigen Jahres bleibt jedenfalls in guter Erinnerung.