Trafik: Kaum Hoffnung. Vertreter der Monopolverwaltung stellten sich der Diskussion bei Bürgeranwalt Peter Resetarits. Weitere Gespräche sollen folgen.

Von Carina Fenz. Erstellt am 20. Juli 2017 (05:58)
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Robert Zsifkovits, dem ehemaligen Eigentümer der Tabakverkaufsstelle in Stinatz, steht nach der ORF-Sendung „Bürgeranwalt“ die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben: „Die Monopolverwaltung hat ihre Meinung einbetoniert. Im Prinzip ist viel gesagt worden, das meiste davon war allerdings heiße Luft.“

Wie die BVZ bereits berichtete, haben sich Zsifkovits und Bürgermeister Andreas Grandits an Bürgeranwalt Peter Resetarits gewandt, um bei der Monopolverwaltung einen Meinungsschwenk bezüglich der Vergabe einer neuerlichen Lizenz für die Tabakverkaufsstelle zu erreichen. Die Erfolgsaussichten stehen aber eher schlecht. „Wir haben uns alle in den letzten Monaten bemüht, um doch noch ein Umdenken herbeizuführen und den Standort der Tabakverkaufsstelle, mit der auch der Bestand des Postpartners und einer Reinigungsannahmestelle zusammenhängt, wieder zum Leben zu erwecken. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt, die Entscheidung liegt nicht bei uns“, sagt Bürgermeister Andreas Grandits.

Gemeinde könnte Postpartner werden

Sollte sich kein Privater finden, könnte die Gemeinde die Agenden des Postpartners übernehmen. „Das wäre allerdings die letzte Konsequenz“, kündigt Grandits an.

Von der Monopolverwaltung hingegen heißt es, dass die Entscheidung gegen die Vergabe einer Lizenz nach einer Strukturanalyse gefallen ist. „Durch eine Neuorganisation des Tabakverkaufs in Stinatz, nur mittels eines Automaten, kann die Existenz einer jungen Trafikantin mit Behinderung in Ollersdorf abgesichert werden. Dem Ziel der Bürger, das Geschäft – vor allem die Poststelle und den Kommunikationsstandort – in Stinatz zu erhalten, unter der gleichzeitigen Neuorganisation des Zigarettenverkaufs, schließt sich die MVG an“, heißt es von Hannes Hofer, Geschäftsführer der Monopolverwaltung.

Vizebürgermeister Josef Kreitzer kündigte hingegen nach der Ausstrahlung der ORF-Sendung „Bürgeranwalt“ auf facebook an, Möglichkeiten zu prüfen, um rechtlich gegen die Entscheidung der Monopolverwaltung vorzugehen.