Asylwerber-Ankunft sorgt weiter für Debatten. Die Ankunft von Asylwerbern in Wörterberg sorgt weiter für Diskussionen, vor allem bei ÖVP und FPÖ.

Von Eva-Maria Leeb. Erstellt am 23. Mai 2020 (12:17)
FPÖ-Klubobmann Hans Tschürtz
BVZ

Die FPÖ Burgenland kritisierte in der Vorwoche erneut die Vorgangsweise bei der Verteilung von Flüchtlingen im Land (die BVZ berichtete). Die Freiheitlichen fordern sofortige und volle Aufklärung „Wir möchten die Hintergründe dieser Hauruck-Aktion erfahren und wie es sich mit dem weiteren Verbleib der Asylwerber verhält“, sagt Klubobmann und Asylsprecher Johann Tschürtz.

Sieben der Asylwerber, die vorerst in Wörterberg untergebracht waren, wurden nach Stinatz gebracht. ÖVP-Bürgermeister Andreas Grandits wendet sich in einem Brief an Landesrätin Daniela Winkler, da auch er, wie er schreibt, nicht über die Verlegung der Asylwerber in seine Gemeinde informiert worden sei. Er ersuche darum, dass den Gemeinden jener Stellenwert eingeräumt werde, den sie sich auch verdienen, heißt es in dem Schreiben.

„ÖVP und FPÖ machen unnötig Probleme“

„Der Bürgermeister wurde nachweislich am 12. Mai von der Landesregierung informiert, wie es bisher auch üblich war. Es fällt allerdings schon auf, dass eine jahrelange übliche Praxis plötzlich von der ÖVP unnötig zum Problem gemacht wird. Es ist das schwarz geführte Innenministerium, welches die Asylwerber ins Burgenland bringt, meistens nicht besonders koordiniert, darum sollte sich die ÖVP Burgenland kümmern“, sagt SPÖ-Landesgeschäftsführer Roland Fürst. Der gesamte Prozess sei nicht ideal, denn vorab können keine konkreten Zahlen genannt werden, da die Ankündigungen des Bundes mit der tatsächlichen Zahl der ankommenden Asylwerber oft nicht übereinstimmen. Grundsätzlich werde bei einer größeren Anzahl, wie in Wörterberg, schon im Vorfeld Kontakt aufgenommen. Anliegen und Bedürfnisse von Unterkunftgebern und Bürgermeistern würden, wenn möglich berücksichtigt. „Ich appelliere an die ÖVP und die FPÖ, dieses Thema nicht für politische Spielchen zu missbrauchen“, so Fürst.