Keine Überraschung bei Rechnungshofbericht. Das Zeugnis für Strem fällt wider Erwarten prekär aus, Sorgen bereitet das dem Bürgermeister aber keine.

Von Carina Fenz. Erstellt am 08. August 2019 (03:58)
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Symbolbild

„Der Pleitegeier kreist noch nicht über Strem“, so kommentiert Strems Bürgermeister Bernhard Deutsch den Rechnungshofbericht (Prüfzeitraum 2014 bis 2017), der in der Vorwoche veröffentlicht wurde. Ein richtig gutes Zeugnis stellt dieser der Gemeinde aber nicht aus.

Die Lage ist aus Sicht der Prüfer zwar nicht dramatisch, mittel- und langfristig aber doch ziemlich prekär. Grund dafür sind die finanziellen Altlasten, die 15 Jahre zurückreichen, in die Zeit, wo der Grundstein für die Errichtung des Altenwohn- und Pflegeheimes (gegen den Willen des Landes) gelegt wurde, die die Gemeinde bis heute finanziell belasten. Trotz voller Belegung sind die Ausgaben nicht ganz abgedeckt.

„Der Rechnungshofbericht ist keine große Überraschung für uns."

„Der Rechnungshofbericht ist keine große Überraschung für uns. Wir werden weiter unsere Schulden abbauen und unser Sanierungskonzept abarbeiten, auch in Zusammenarbeit mit der Gemeindeabteilung“, so Deutsch. Im Berichtszeitraum sind die Schulden um fast eine Millionen Euro auf 5,2 Millionen Euro gesunken. „Würden wir das Altenheim verkaufen (Anm. es gibt mehrere Interessenten), dann würden wir nahezu schuldenfrei sein“, erklärt Deutsch. Um zukünftige Projekte, wie beispielsweise den Neubau des Bildungszentrums, macht sich der Ortschef keine Gedanken.

Weiters hat der Rechnungshof darauf hingewiesen, dass die Gemeinde Kredite in Schweizer Franken zurückzahlen muss und wofür im Budget, Vorsorge getroffen werden muss.