Strem

Erstellt am 07. November 2018, 04:32

von Dorothea Müllner-Frühwirth

Neues Projekt für die Region: Biogas aus Gras. Ein Forschungsprojekt der TU Wien soll für eine neue Nutzung der vorhandenen Ressourcen sorgen.

Johannes Fuchs, Gerhard Schöny, Elisabeth Sonnleitner, Julius Pirklbauer, Siegfried Legath, Bürgermeister Bernhard Deutsch und Andrea Moser.  |  BVZ

Eine neue Möglichkeit Biogas aufzubereiten wird zur Zeit in Strem getestet. Neben der Biogasanlage wurde eine TSA (Temperatur-Wechsel-Adsorption) - Aufbereitungsanlage aufgestellt, die im Zuge des Projekts „BioCH4.0“ von einem Forscherteam der TU Wien betreut wird. Ziel ist es, Biogas auf Erdgasqualität zu bringen, um damit Haushalte zu versorgen und es als Treibstoff in Erdgasautos zu nutzen.

Die Klima- und Energiemodellregion ist ein Vorreiter im Bereich der erneuerbaren Energie, und mit diesem neuen Projekt könnte ein weiterer großer Gewinn für die regionale Wertschöpfung gelingen. Biogas hat den Vorteil, es auch über längere Distanzen verlustfrei transportieren zu können. Bei der Fernwärme ist dies nicht möglich. In der Anlage Strem wird Biogas aus landwirtschaftlichen Rohstoffen wie Mais, Gras und Klee produziert. Durch die neue Aufbereitung von konventionellem Biogas zu Biomethan mit Erdgasqualität ergibt sich auch die Möglichkeit, das Biomethan ins Erdgasnetz einzuspeisen.

Da es im Raum Güssing kein entsprechendes Netz gibt, konnte mit Heiligenkreuz eine neue Partnergemeinde gefunden werden, die über einen Anschluss an das Erdgasnetz verfügt. Hier kann dann bei entsprechendem Forschungserfolg und angepassten rechtlichen Rahmenbedingungen das Biomethan in den Testbetrieb gehen.