Umweltschutz wird bei den Kleinsten groß geschrieben. Natur und Umwelt wird für die Schul -und Kindergartenkinder greifbar und „lebendig“ gemacht. Der jahrelange Einsatz wurde nun mit den Naturpark Zertifikaten belohnt.

Von Anika Perner. Erstellt am 29. Februar 2020 (03:50)
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Die begehrten Zertifikate wurden sowohl von den Kindern als auch von den Leiterinnen der Einrichtungen stolz entgegengenommen.
Perner

In Strem wird auch schon den Kleinsten beigebracht die Natur und die Umwelt zu respektieren und mit ihr im Einklang zu leben. Nach dem Motto, „nur was man kennt, kann man schätzen. Und nur was man schätzt, wird man schützen“, leben sowohl die Kindergartenkinder als auch die Volksschüler ihren Schulalltag.

Die Kinder unternehmen verschiedene Aktivitäten wie Streuobst verwerten, nehmen an Projekten zum Thema erneuerbare Energie und Wasser teil und lernen so viel über die heimische Artenkunde. Durch die gemeinsamen Aktivitäten und das Interaktive Lernen in der Natur, wird der Naturpark und die Region selbst, für die Kinder greifbar und lebendig. Wenn sich im Laufe des Tages der kleine Hunger meldet, wird auf die gesunde regionale Jause zurückgegriffen.

Johann Weber, Sonja Kopcsandy, Franz Grabenhofer,
zVg

Dann wird im Herbst beispielsweise das selbst gemachte Apfelkompott oder das Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten aufgetischt. Da dieser Einsatz belohnt werden muss, wurde sowohl die Schule unter der Leitung von Direktorin Bettina Kunczer als auch der Kindergarten mit Leiterin Sonja Kopcsandy vergangenen Freitag mit dem Zertifikat „Naturparkschule Weinidylle“ausgezeichnet.

Österreichische Naturparkschule

Doch nicht jede Schule kann sich einfach als Naturparkschule betiteln. Um diesen Titel rechtmäßig tragen zu dürfen, müssen einige österreichweit geltende Kriterien und Auflagen erfüllt werden. Die Kriterien bedeuten nämlich die sehr enge Zusammenarbeit zwischen Naturpark, Gemeinde und Bildungseinrichtung.

Diesen Titel erhalten nur jene Schulen und Kindergärten der Naturpark-Gemeinden, welche ihr Leitbild an die vier Aufgabensäulen (Schutz, Erholung, Bildung und Regionalität) eines Naturparks anpassen. Weiters müssen die Besonderheiten des jeweiligen Naturparks berücksichtigt werden und gemeinsame Lehr- und Lernziele müssen definiert werden. Im burgenländischen Naturpark Weinidylle wurden bisher bereits drei Volksschulen mit dem Titel ausgezeichnet, die Gemeinden Eberau, Kohfidisch und Deutsch Schützen. Doch den ersten Titel als Naturpark Kindergarten holte sich die Gemeinde Strem.

Die beiden Leiterinnen der Einrichtungen freuen sich über die Auszeichnung und sagen „Es war klar, dass wir das zusammen machen werden. Die Kinder stehen immer im Vordergrund. Sie sollen schon früh eine positive Verbindung zu der Natur aufbauen“. „Durch die Schaffung von Naturparkschulen wird der Naturpark-Gedanke bereits in der frühkindlichen Entwicklung geprägt. Damit setzt die Bildungsarbeit des Naturparks bereits besonders früh an. Die Kinder werden zu kleinen Botschaftern der Region“, freut sich auch Franz Grabenhofer, Vizepräsident des Verbands der Naturparke Österreichs.