Fusion der Tourismusverbände: Die Region wird größer. Die Tourismusverbände Oberwart und Güssing fusionieren und werden mit 51 Gemeinden und 120.000 Nächten zum größten Verband des Landes.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 02. August 2018 (05:30)
zVg
Beschluss gefasst. Die Verantwortlichen freuen sich auf die neue, gemeinsame Zukunft.

Dem Südburgenland steht eine große Hochzeit bevor – wenn die Landesregierung, wie allgemein erwartet, dazu ihr „Ja-Wort“ gibt. Gemeint ist die Fusion der beiden Tourismusverbände Güssing und Oberwart, wie die BVZ bereits berichtete. In der Vorwoche haben beide Vollversammlungen grünes Licht für die zukünftige Verschmelzung gegeben.

25-jährige Partnerschaft im „Südburgenland“

Die beiden Verbände arbeiten seit über 25 Jahren in verschiedenen Organisationsstrukturen mit der Dachmarke „Südburgenland“ für die touristische Entwicklung der Region. „Als gemeinsamer Verband können die Personal- und Budgetressourcen noch effizienter eingesetzt werden. Der Verband ist damit wirtschaftlich besser aufgestellt und für den immer stärkeren globalen Wettbewerb um Gäste besser gerüstet“, heißt es in einer bereits gemeinsam verfassten Aussendung.

BVZ

Künftig wird der gemeinsame Tourismusverband also insgesamt 51 Gemeinden, 1.200 Gästebetten und 120.000 Nächtigungen umfassen – und würde damit zum größten Verband des Landes werden, zahlreiche touristische Highlights inklusive. Denn sowohl die vier Burgen der Region – Lockenhaus, Bernstein, Schlaining und Güssing – als auch die beiden Naturparke Geschriebenstein und Weinidylle wie auch die Weinidylle Südburgenland mit dem Eisenberg DAC und der Uhudler werden künftig dem Verband angehören.

Enge Zusammenarbeit im Süden des Landes

„Mit den drei weiteren Tourismusverbänden in Bad Tatzmannsdorf, Stegersbach und Jennersdorf gibt es wie bisher gemeinsame Marketingkooperationen unter der Marke Südburgenland“, betonen die Verantwortlichen die enge Zusammenarbeit im Süden des Landes. Fraglich ist die Zukunft des Tourismusverbandes Jennersdorf, der aufgrund der Nähe zu Loipersdorf auch sehr in Richtung Steiermark orientiert ist. „Über einen Zusammenschluss per 1. Jänner 2020 wird verhandelt“, heißt es dazu aus Oberwart und Güssing.