Kampf gegen Borkenkäfer. Obwohl das Burgenland von „massiven“ Schäden verschont geblieben ist, wollen Experten für 2019 keine Entwarnung vor dem Borkenkäfer-Befall geben.

Von Carina Fenz. Erstellt am 24. Oktober 2018 (04:16)
C. Fenz
Andreas Laschober von der Forstverwaltung, Agrarlandesrätin Verena Dunst und Forstdirektor Hubert Iby informierten über die Borkenkäfer-Situation.

Hitze und Schädlinge, allen voran der Borkenkäfer, sind Gift für den Wald. Auch wenn im Burgenland, im Vergleich zu anderen Regionen in Österreich, die Schäden durch den Käfer von geringerem Ausmaß waren, kann für das kommende Jahr keine Entwarnung gegeben werden. Das Schadholz wird so wie im Vorjahr nach derzeitigen Schätzungen rund 100.000 Festmeter oder zwölf Prozent des Gesamteinschlags betragen.

Schaden von drei Millionen Euro im Jahr 2018

Das bedeute in etwa einen Schaden von drei Millionen Euro im Jahr 2018. Besonders groß waren die Schäden in der Region Rechnitz. „Hier sprechen wir von rund 15.000 Festmeter Schadholz im heurigen Jahr“, erklärt Andreas Laschober von der Forstverwaltung. „Die Waldeigentümer, und hier vor allem die Eigentümer kleinerer Einheiten, sind aufgefordert, ihre Wälder zu begehen und befallene Stämme noch vor dem Frühjahr zu entnehmen. Dadurch kann der Infektionsdruck für das nächste Jahr vermindert werden. „Schützen durch nützen heißt die Devise“, betonte Agrarlandesrätin Verena Dunst.

Die Forstbehörden in den drei südlichen Bezirken waren auch in diesem Jahr besonders gefordert. Rund 600 Anzeigen (davon 400 in den Bezirken Güssing und Jennersdorf), wegen unterlassener Waldpflege, gingen alleine in den drei südlichen Bezirken ein. Neben dem Borkenkäfer macht auch der Klimawandel dem Wald zu schaffen. „Fichten-Monokulturen sollen daher so rasch wie möglich durch Mischwälder ersetzt werden“, erklärt Forstdirektor Hubert Iby.

Im Burgenland versucht man, auf heimische Baumarten zu setzen. „Vor allem Eiche und Buche verjüngen sich heuer sehr gut. Wenn man Licht auf den Waldboden lässt, dann ist das das Beste, was man machen kann, um den Bestand für die Zukunft zu erhalten“, weiß Iby. Im Burgenland gibt es rund 130.000 Hektar Wald. Überwacht wird dieser von 14 Mitarbeitern der Forstdirektion.