Warnung vor Ragweed. Vor allem im Südburgenland kommt die Pflanze massenhaft auf großen Flächen vor. Jetzt schlagen auch Landwirte Alarm und fordern eine gemeinsame Bekämpfung der Pflanze.

Von Carina Fenz. Erstellt am 30. August 2018 (12:06)
BVZ
Ragweed. Am Straßenrand und auf Feldern ist die Pflanze immer häufiger zu sehen. Die Pollen sind besonders aggressive Allergie-Auslöser.

Die „Ambrosia artemisiifolia“ — dem Volksmund als Ragweed bekannt — ist ein Albtraum für Allergiker. Das vielverhasste Unkraut breitet sich im Südburgenland besonders rasch aus und verursacht starke allergische Reaktionen des menschlichen Immunsystems.

Jetzt machen auch zahlreiche Landwirte aus dem Südburgenland mobil, um der Pflanze den Kampf anzusagen. „Hier gilt es eine Strategie zu finden, um die Ausbreitung unter Kontrolle zu bekommen. Wir Landwirte unternehmen wirklich alles, um die Ausbreitung einzudämmen“, sagt Landwirtin Doris Kollar-Lackner, die auch Gemeinden und private Grundbesitzer auffordert, Ragweed zu melden und zu entfernen. Ragweed gedeiht auf Weg- und Straßenrändern oder auch Bahndämmen, immer öfter wandert die Pflanze auch auf Ackerflächen. „Die Pflege von Feldwegen ist eine der wichtigsten Maßnahmen für die Eindämmung der Ambrosia“, so Kollar-Lackner.

Mühsamer Kampf gegen Ragweed

Am besten werde die Pflanze ausgerissen, bevor sie blüht. Die Bekämpfung ist auch für die Landwirte aufwendig. „Bei Sonnenblume, Sojabohne, Rübe und dem Ölkürbis ist die Bekämpfung sehr schwierig“, weiß Kollar-Lackner. In der Landwirtschaft werden eine häufige Fruchtfolge sowie eine mechanische Bodenbearbeitung als Bekämpfungsmaßnahmen eingesetzt, diese verhindern auch eine Neuetablierung.

Auch Josef Korpitsch, Landwirt und Bürgermeister in Mogersdorf weiß vom Ragweed-Problem ein Lied zu singen. „Abgesehen vom Mähen der Pflanze muss mehr Aufklärungsarbeit betrieben werden. Ragweed schadet auch den Landwirten, weil der Ertrag kaputt wird. Hier sollte auch der Gesetzgeber in die Pflicht genommen werden, um bei der Bekämpfung von Ragweed zu unterstützen“, meint Korpitsch.