Gutes Zeugnis erst im zweiten Anlauf. Der Rechnungshof stellt der WiBAG bei der Verkaufsabwicklung der Therme, nach einer Follow-Up-Prüfung, ein gutes Zeugnis aus.

Von Carina Fenz. Erstellt am 13. April 2018 (05:55)
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500.000 Euro werden investiert. Die Therme Stegersbach soll im heurigen Jahr noch familienfreundlicher werden.
zVg/Alessandro Bassan

Vor exakt zehn Jahren wurde die Therme Stegersbach an Karl Reiter verkauft. Über den Kaufpreis wurde damals Stillschweigen vereinbart. Und genau dieser steht seit Jahren im Mittelpunkt der Kritik des Landesrechnungshofes.

In dessen Bericht kritisierte der Landesrechnungshof, dass der WiBAG durch den Verkauf ein Eigenmittelverzehr in der Höhe von rund sieben Millionen Euro entstanden sein soll. Eine nun veröffentlichte Follow-Up-Prüfung des Landesrechnungshofes stellt der WiBAG aber nun ein gutes Zeugnis für den Thermenverkauf aus.

Im Bericht heißt es, dass die Empfehlungen aus dem Vorbericht des Rechnungshofes umgesetzt worden sind. Aber auch eine Fehleinschätzung dokumentierte der Rechnungshof. Beim Verkauf von Grundstücken sei man von einem Erlös von rund zwei Millionen Euro ausgegangen. Laut Rechnungshofbericht seien die Grundstücke aber tatsächlich nur 114.000 Euro wert gewesen. „Er lag damit um rund 1,86 Millionen Euro signifikant unter der Annahme der WiBAG in der Höhe von 2 Millionen Euro“, heißt es im neuen Bericht des Rechnungshofes.