Wassergenossenschaft St. Michael: Projekt geht weiter. Wassergenossenschaft St. Michael investierte 800.000 Euro in mehrere Projekte. Jetzt soll das Leistungsnetz erneuert werden.

Von Carina Fenz. Erstellt am 20. September 2017 (05:05)
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APA (dpa)

Investieren und in Sachen Trinkwasserversorgung autonom bleiben. Dafür hat sich die Wassergenossenschaft entschieden und in den letzten beiden Jahren die Wasserversorgung bis auf die großen Teile des Leitungsnetzes auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Es wurden die Wasserzähler auf Funkzähler umgestellt, der Tiefbrunnen gereinigt sowie ein digitaler Leitungskataster erstellt.

Gut für Zukunft gerüstet

Das Herzstück ist jedoch die neu errichtete Aufbereitungsanlage mit einer Leistung von fünf Liter in der Sekunde. „Mit dieser Anlage sind wir für neue, aber auch für mögliche gewerbliche Anschlüsse sehr gut für die Zukunft gerüstet“, erklärt Obmann Bernd Kremsner. Im Moment werden über 320 Mitglieder mit Trinkwasser versorgt.

Ebenso wurde der Brunnen komplett saniert. Dabei wurden die Brunnenwände neu betoniert, der Einstieg und die Brunnenleitungen erneuert und eine neue Pumpe installiert. Dieser Brunnen hat somit an Bedeutung gewonnen und wird nun wieder regelmäßig in die reguläre Wasserversorgung miteingebunden.

Generalsanierung ist notwendig

Zeitgleich wurde der Hochbehälter in den Lenzhäusern einer Generalsanierung unterzogen. Dabei ist die Inneneinrichtung an den Stand der Technik angepasst, das Dach erneuert und die Außenhülle der Behälter wasserdicht gemacht worden.

Ebenso ist die Gestaltung der Außenanlage gut gelungen. Diese ist pflegeleicht und zugleich ein herzeigbares Bauwerk. Die Wassergenossenschaft hat rund 800.000 Euro in ihre Projekte investiert. Ein Viertel davon ist von den Mitgliedern mittels eines Baukostenbeitrages finanziert worden. „Das ist uns eine große Hilfe gewesen“, bedankt sich Obmann Kremsner.

Selbstverständlich muss auch das Leitungsnetz in den nächsten Jahren schrittweise erneuert werden. Zugleich soll auch das letzte noch nicht versorgte Gebiet, „die Müllhäuser“, an das Leitungsnetz angeschlossen werden.