Spekulationen um Asylwerberzahl in Wörterberg

Erstellt am 08. Mai 2020 | 17:38
Lesezeit: 2 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Flüchtlinge Asyl Integration Symbolbild
Symbolbild
Foto: Von nitpicker, Shutterstock.com
Statt, wie von der FPÖ verlautet 50 bis 60, dürften nur 16 Asylwerber in einer privaten Asylunterkunft in Wörterberg angekommen sein.
Werbung
Anzeige

Die Ankunft von drei Bussen bei einer privaten Asylunterkunft in Wörterberg sorgt derzeit für viele Spekulationen, vor allem in den sozialen Netzwerken. Dort ist die Rede von 50 bis 60 Asylwerbern, die zu Mittag angekommen seien.

Graf spricht von Skandal, Hofer: "Inakzeptabel"

In einer Aussendung von FPÖ-Landesparteiobmann Norbert Hofer heißt es dazu: "Heute Mittag wurden 50 bis 60 Asylwerber mit drei Reisebussen in ein leer stehendes Asylwerberheim verlegt. FPÖ-Bezirksparteiobmann Josef Graf wurde Augenzeuge der Aktion." Er habe sofort SPÖ-Bürgermeister Kurt Wagner angerufen, der von der Aktion nichts gewusst habe. Das sei ein Skandal, so Graf.

Auch FPÖ-Landesparteiobmann Norbert Hofer findet die Vorgehensweise inakzeptabel. Gerade in Coronavirus-Zeiten könne es nicht sein, dass hier Asylwerber kreuz und quer durch das Land gefahren werden, während die Österreicher wochenlang quasi eingesperrt waren.

Ortschef: "Bei nur 16 Personen sehe ich kein Problem"

"Ja, ich habe erst durch den Anruf von Josef Graf von der Aktion erfahren", bestätigt Bürgermeister Wagner der BVZ. Er habe den Betreiber der Asylunterkunft daraufhin angerufen und erfahren, dass dieser ebenfalls erst in der Früh von der Verlegung erfahren habe und dass nur 16 Personen angekommen seien.

Aus dem Umfeld der Asylunterkunft wurde diese Zahl bestätigt und es war zu erfahren, dass mehrere Busse notwendig gewesen seien, um die COVID19-Sicherheitsmaßnahmen, in diesem Fall den nötigen Sicherheitsabstand, einhalten zu können. Diese würden auch in der Unterkunft eingehalten, so seien bei der Ankunft sofort Mund-Nasen-Schutzmasken ausgeteilt und die Asylwerber seien auf alle Schutzmaßnahmen hingewiesen worden. "Bei nur 16 Personen sehe ich hier kein Problem, das Haus ist groß genug", so der Bürgermeister. 

Werbung