Ollersdorf: Die Kirche als politische Bühne?

Erstellt am 11. August 2022 | 04:15
Lesezeit: 2 Min
Ollersdorf Bürgermeister Bernd Strobl
Bürgermeister Bernd Strobl
Foto: NOEN, BVZ
Bürgermeister Bernd Strobl hat sämtliche Funktionen in der Pfarre zurückgelegt. Grund seien Anschuldigungen eines Mitglieds des Pfarrgemeinderats.
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Aussagen wie: „Der Bürgermeister benützt die Pfarre ohnehin nur als politische Bühne zur Selbstinszenierung“ und „Wegen dem Bürgermeister sind zahlreiche Personen in Ollersdorf aus der Kirche ausgetreten“, die im Rahmen einer Pfarrgemeinderatssitzung im Juni von einem Mitglied getätigt worden sein sollen, haben Bürgermeister Bernd Strobl dazu veranlasst, an die Öffentlichkeit zu gehen.

Mit einer Aussendung informierte er die Gemeindebürger darüber, dass er sich entschlossen habe „sämtliche Funktionen in der Pfarre zurückzulegen, die unterstützenden Arbeiten der Gemeinde für die Pfarre vorerst einzustellen und die Sanierung des Kirchturmes abzusagen“. Dem vorhergehend schlug ein Versuch fehl, die Sache gütlich zu bereinigen: „Versuche, diese Anschuldigungen gegen meine Person in einer weiteren Sitzung des Pfarrgemeinderates in Anwesenheit von mir und zweier Mediatoren der Diözese zu klären scheiterten jedoch daran, dass die getätigten Aussagen wiederholt und bekräftigt wurden“, so Bernd Strobl.

Seitens der Diözese Eisenstadt heißt es, sie habe sich in mehreren Gesprächen bemüht, die Situation zu entschärfen. Des Weiteren sei die Diözese Eisenstadt zu weiteren Deeskalationsgesprächen bereit. „In meiner Funktion als Bürgermeister war es mir stets ein Anliegen, die Pfarre Ollersdorf bestmöglich zu unterstützen. Neben den laufenden Arbeiten wie Rasenmähen und Heckenschneiden beim Pfarrhof mithilfe der Gemeindearbeiter, bei der Abwicklung des Großfrauentages usw. wurde die Pfarre auch bei der Umsetzung zahlreicher Projekte, wie der Umgestaltung des Platzes zwischen der Wallfahrtskirche und der Wallfahrtskapelle, der Renovierung der Wallfahrtskirche und beim Ankauf der neuen Orgel, unterstützt“, betont Strobl.

Sollte es zu einem lösungsorientierten Gespräch mit Pfarrer Thorsten Carich und dem Verursacher der Anschuldigungen kommen, sei er bereit, die Pfarre in Zukunft weiter sowohl als Privatperson als auch als Bürgermeister zu unterstützen.

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