Hafner als Nummer 1 – Schabhüttl in den Bundesrat

SPÖ zieht mit Patrick Hafner in die Nationalratswahl, Schabhüttl dürfte in den Bundesrat kommen. Peter Mut (Bild unten) ist Spitzenkandidat in Jennersdorf.

Michael Pekovics
Michael Pekovics Erstellt am 07. Juni 2017 | 05:56
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Am Bild: Jürgen Schabhüttl, Hans Peter Doskozil, Kevin Sifkovits, Andrea Unger, Patrick Hafner, Verena Dunst und Wolfgang Sodl (v.l.).
Foto: zVg

Die SPÖ Güssing hat im Rahmen einer Bezirksausschusssitzung am Sonntag Patrick Hafner als Listenersten für die Nationalratswahl präsentiert. Hinter dem 28-Jährigen aus Gerersdorf folgen Andrea Unger (43, Bocksdorf) und Kevin Sifkovits (19, Stegersbach). „Ein ausgewogenes, engagiertes Team mit frischen Gesichtern“, freute sich SPÖ-Bezirkschefin Verena Dunst.

Wahlarithmetik lässt keinen „Platz“ mehr für Schabhüttl

Damit bleibt kein Platz für den jetzigen Nationalratsabgeordneten Jürgen Schabhüttl. Hintergrund ist die Wahlarithmetik, ein Kandidat aus dem Bezirk Güssing hätte aufgrund der geringen Bevölkerungsanzahl nur eine ganz kleine Chance auf ein Nationalratsmandat. „Wir wollen jungen Menschen eine Chance geben, jetzt haben sie die Möglichkeit, sich zu beweisen“, sagt SPÖ-Landesgeschäftsführer Christian Dax, der gemeinsam mit Minister Hans Peter Doskozil die Bezirksausschusssitzung verfolgte.

Ganz aus Wien verabschieden wird sich Schabhüttl allerdings nicht, eine Rochade in den Bundesrat steht an. Dann nämlich, wenn Klaudia Friedl (SPÖ Oberpullendorf) hinter Doskozil in den Nationalrat einzieht. Ihr Landtagsmandat würde dann der Oberpullendorfer Bundesrat Peter Heger erhalten, seinen Sitz würde Schabhüttl übernehmen. „Mir tut der Abschied leid, weil mir die Arbeit Spaß gemacht hat. Aber im Bundesrat hätte ich dann die Chance, weiter überregional zu arbeiten“, sagt Schabhüttl mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

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Peter Mut (25) tritt bei der Nationalratswahl im Bezirk Jennersdorf für die SPÖ an.
BVZ

Auch im Bezirk Jennersdorf steht der Spitzenkandidat für die Nationalratswahl schon fest, der 25-jährige Peter Mut wird als Nummer fünf der Landesliste für die SPÖ in den Wahlkampf ziehen.

Auf Mut kommt dabei eine Doppelbelastung zu, kandidiert er doch auch für die SPÖ bei der Gemeinderatswahl. „Ein weiterer Schritt zur Öffnung der Partei in Richtung Jugend, wir wollen unseren Zukunftshoffnungen eine Chance geben“, begründet Bezirkschef Ewald Schnecker die Entscheidung.