Kukmirn: Wald musste Halle weichen

Neben der Brennerei in Kukmirn, die Josef Puchas übernahm, musste der Fichtenwald einer geplanten Lager/Energiezentrumshalle weichen. Auch eine neue Straße wird gebaut.

Erstellt am 04. März 2021 | 04:20
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Betriebsgelände. Am linken Bildrand sieht man den Brennerei-Komplex, wo auch die Halle errichtet wird. Neben der Obstplantage der gerodete Wald.
Foto: Silke

Die Pläne für eine Halle, die gleichzeitig Lagerplatz und Energieversorgungszentrale der Brennerei sein soll, wurden am Dienstag einreichfertig besprochen. 4.000 Quadratmeter Fichtenwald, direkt angrenzend an den Betrieb, wurden dafür vorige Woche gerodet, auch die Wurzelstöcke werden noch entfernt. Die Halle soll am Fuße des Berges, angrenzend an die weiteren Gebäude und in einer Linie abschließend mit der Hackschnitzelhütte, errichtet werden. Seit der Übernahme durch Puchas Mitte Juli 2020 hat sich die Produktion von 40 auf 80 Sorten verdoppelt, dementsprechend eng sind die Lagerkapazitäten.

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„Der Wald war im unteren Bereich von Käfern befallen, diese Tatsache stellte Herbert Gerencser von der Landwirtschaftskammer fest. Deswegen ist der Wald unten sowieso weggekommen und wir haben dann in einem Zug auch den Rest mitgemacht. Er hätte sowieso weichen müssen, wenn die Gemeinde dann mit dem Bau der neuen Straße beginnt“, informiert Patrick Goger, ein Mitarbeiter. Die restliche Fläche hinter dem geplanten Gebäude werde für den neuen Güterweg benötigt. „Sie geht großteils über den ehemaligen Wald und kommt dann drüben bei der Wiese hinter dem Wald heraus. Wenn hier zukünftig Hotelgäste spazieren, ist es ungünstig, wenn Lkw durch den Hof fahren“, so Goger dazu. Die Straße wird viel von der Fläche hinter der Halle benötigen, ganz oben soll wieder Obst angebaut werden. „Die Planungsphase des gesamten Projekts intensiviert sich jetzt, in den nächsten drei Wochen wird man weitere Ausbaupläne präsentieren“, erzählt Hotelier Josef Puchas.