Güssinger Röntgeninstitut kämpft um Kassenstelle

Nach der Kündigung des Kassenvertrages eines ortsansässigen Röntgeninstitutes kommt es zu Wartezeiten beim MRT.

Erstellt am 22. Mai 2019 | 04:21
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Das Röntgeninstitut ist seit vielen Jahren ein angesehenes und etabliertes Diagnostikzentrum, nicht nur im Bezirk, sondern auch weit über die Landesgrenzen hinaus.
Foto: BVZ

Wenn der Verdacht auf Krebs besteht, zählt für den Betroffenen jeder Tag, jede Minute die vergeht, bis die Diagnose bestätigt oder dementiert wird. Eine MRT (Magnetresonanztomographie) - Untersuchung ist dabei oft ausschlaggebend.

Eine junge Mutter aus dem Bezirk Güssing erhielt vor kurzem eine solche Diagnose, und wollte verständlicherweise so schnell wie möglich die Untersuchungen abwickeln.

Doch leider wurde ihr für die nötige MRT-Untersuchung erst ein Termin in fast fünf Wochen zugeteilt. Verzweifelt wandte sich die Patientin an das ortsansässige Röntgeninstitut, musste jedoch feststellen, dass hier eine Untersuchung zwar früher möglich ist, dafür aber Kosten anfallen.

Zwei-Klassen-Medizin befürchtet

Im Jänner wurde der Vertrag zwischen dem Röntgeninstitut und der Burgenländischen Krankenkasse aufgelassen, da das MRT im Spital in Güssing für die Patienten nun zur Verfügung steht. Seither gibt es immer wieder Beschwerden, dass die Wartezeiten für eine Untersuchung zu lange sind. Wer nicht warten möchte, kann zum Röntgeninstitut ausweichen, muss die Kosten dafür aber selbst tragen. Im Schnitt sind hier 250 Euro für eine MRT-Untersuchung zu bezahlen.

Die KRAGES erklärt in einer Stellungnahme, dass im Durchschnitt mit drei Wochen Wartezeit zu rechnen ist. Für Untersuchungen, die mit Kontrastmitteln durchgeführt werden, kann sich dieser Schnitt erhöhen. Man zeigt sich aber bemüht, mit den Patienten eine adäquate Lösung zu finden. Wenn eine längere Wartezeit ansteht, kann mit dem Beschwerdemanagement der KRAGES Kontakt aufgenommen werden, das sich dann wiederum mit den Patienten in Verbindung setzt und versucht, eine Alternative zum genannten Termin anzubieten.

Im Röntgeninstitut, das auch ein Diagnosezentrum in Jennersdorf führt, sind 24 Mitarbeiter beschäftigt. Ein neuer Antrag auf Wiederherstellung des Kassenvertrags wurde gestellt.