„Gin-Uh“: Uhudler trifft auf Gin. Christoph Gratl mischt zum ersten Mal den südburgenländischen Uhudler mit dem Mode-Getränk Gin. Die erste Charge umfasste 1.500 Flaschen, im Dezember wird nachgebraut.

Von David Marousek. Erstellt am 14. November 2019 (05:40)
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Bürgermeister Willibald Herbst und Christoph Gratl präsentierten den „Gin-Uh“.
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Im beschaulichen Wallfahrtsort präsentierte Weinbauer Christoph Gratl in der Vorwoche stolz seine neueste Kreation, den „Gin-Uh“ — eine Kombination von Gin und Uhudler. Die Idee dazu kam dem gebürtigen Tiroler schon vor einigen Jahren: „Gin ist derzeit das absolute In-Getränk und der Uhudler ist das Aushängeschild des Südburgenlandes“, erklärt der Winzer die Idee des neuen Getränks.

Basis des innovativen Getränks ist Wacholder, dazu kommen verschiedene exotische Aromen und natürlich Uhudler-Weintrauben aus den Gratl-Weingärten, die ihm das typische Walderdbeeraroma verleihen. Bis jetzt wurden einmal 1.500 Flaschen verarbeitet, im Dezember wird aufgrund der großen Nachfrage nachgebraut. Ein großer Vorteil bei der Gin-Zubereitung sei, dass die entsprechenden Gewürze immer verfügbar wären und nicht so saisonal abhängig seien, wie der Wein. „Wein machen ist wesentlich komplizierter als Gin zu brennen. Ich kann nur einmal im Jahr Wein machen, Wachholder für den Gin kriege ich in jeder Gewürzhandlung. Dazu habe ich noch Unmengen an Uhudlertrauben eingefroren“, führt Gratl aus. Die Herstellung dauert dabei nur rund eine Woche.

„Er hat nie den Mut verloren. Das ist sehr wichtig, speziell in dieser Region hier“, lobt ihn Weichselbaums Bürgermeister Willibald Herbst.