Rekrut erhebt Vorwurf der Körperverletzung. Ein Rekrut will wegen des Verdachts auf Körperverletzung das Heer klagen. Der Vorfall wird jetzt intern geprüft.

Von Carina Fenz. Erstellt am 09. Oktober 2019 (04:30)
Harald A. Jahn
Der Vorfall hat sich in der Vorwoche in der Kaserne Güssing zugetragen.

Ein junger Mann erhebt gegen einen Ausbildner der Montecuccoli Kaserne Güssing den schweren Vorwurf des Verdachts der Körperverletzung.

Der Rekrut hat am 1. Oktober mit einem Attest einer körperlichen Einschränkung (Bänderriss) seinen Grundwehrdienst angetreten. Nach einer Untersuchung hat der leitende Sanitätsoffizier die Abrüstung des Rekruten bescheinigt, mit der Verletzung sei er für den Wehrdienst vorübergehend nicht tauglich. Die Abrüstung des jungen Mannes sollte vorschriftsgemäß am nächsten Tag erfolgen. Nach Angaben des Mannes musste er aber bis zum Zeitpunkt seiner Abrüstung das „volle“ Programm beim Heer abspulen, was seine Verletzung wieder akut werden ließ.

Der Rekrut suchte nach dem Verlassen der Kaserne das Krankenhaus auf, weil die Schmerzen aufgrund der Verletzung wieder schlimmer wurden. Zeitgleich schaltete die Familie einen Anwalt ein, der eine Anzeige wegen des Verdachts auf Körperverletzung eingebracht hat. Auf Nachfrage der BVZ bestätigte Bataillonskommandant Thomas Erkinger die Anzeige. „Die Polizei war am Freitag der Vorwoche in der Kaserne und hat uns informiert. Wir sind derzeit dabei, die Sachlage intern zu prüfen, auch unsere Juristen sind mit dem Fall befasst“, hält sich Erkinger mit Infos noch bedeckt, erwähnt aber, dass der Rekrut beim Verlassen der Kaserne schriftlich bescheinigt hat, „ohne gesundheitlichen Schaden abgerüstet zu haben.“