Den Römern auf der Spur. Archäologiestudenten bringen mit dem Verein Lafnitztal Historik vergrabene Schätze aus längst vergangenen Zeiten wieder ans Tageslicht.

Von Dorothea Müllner-Frühwirth. Erstellt am 25. Oktober 2018 (04:59)
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Vizebürgermeisterin Marianne Hackl, Amtsleiterin Gertude Loipersböck, Obmann Otto Pfeiffer und Student Constantin Hladek.
J. Lang

Schon im Jahr 2003 fand Otto Pfeiffer, Obmann des Vereins Lafnitztal Historik, Überreste eines antiken Holzobjektes am Ufer der Lafnitz. Seitdem sind bei archäologischen Ausgrabungen viele weitere Objekte zu Tage gekommen, die auf eine Besiedelung durch die Römer schließen lassen.

Studienleiter Erik Szameit, Bürgermeister Kurt Wagner, Num Stamm und Sara Wagener mit den Funden.
Josef Lang

Die Funde weckten das Interesse von Archäologiestudenten der Universität Wien, und seit August 2017 forschen sie unter der Leitung von Studienleiter Erik Szameit und in enger Zusammenarbeit mit dem Verein Lafnitztal Historik nach weiteren Objekten. Mit Magnetometer und Bodenradar wurde das Gebiet untersucht, und es wurden zahlreiche Gegenstände wie zum Beispiel gut erhaltene mittel- bis spätlaténezeitliche Keramikstücke und Armreiffragmente entdeckt. Auch ein Fragment eines dunkelblauen Glasarmreifens wurde bei den Arbeiten ausgegraben.

Es wird vermutet, dass hier ein Teil der Straße, die von Savaria (Szombathely) bis in das Grazer Becken führte, verlief. Aufzeichnungen aus dem Jahr 1129 weisen auf eine römische strate hungarica (Ungarnstraße) bei Hartberg hin, die das Grazer Becken mit Pannonien verbunden haben soll.