Nachhaltigkeit bei Produktion: Papier statt Plastik. Der Güssinger Nudelproduzent Joachim Wolf setzt mit seinem Unternehmen Wolf Nudeln neue Maßstäbe für umweltfreundliche Verpackungen.

Von Carina Fenz. Erstellt am 17. Oktober 2018 (04:13)
Carina Fenz
Einzigartig. Joachim Wolf präsentierte seine in Papier verpackten Nudeln in Wien.

Der Güssinger Nudelproduzent Wolf stellte einzelne Verpackungen von Papier auf Plastik um und will, so auf mehr Nachhaltigkeit setzten. Das Güssinger Unternehmen ist weltweit einer der ersten Teigwarenerzeuger, bei dem diese neuartige Technologie zum Einsatz kommt.

Die Entwicklung der Technologie dauerte elf Jahre, Joachim Wolf hat die letzten drei Jahre daran mitgewirkt. Aktuell werden nur die veganen Nudeln in den Papierverpackungen verkauft. „Ziel ist es aber in den nächsten Jahren alle Produkte in Papier zu verpacken“, erklärte Geschäftsführer Joachim Wolf im Zuge der Präsentation der neuen Verpackungen. Die Produktionskosten sind laut Wolf zwar teurer, der Verkaufspreis der Nudeln soll aber gleich bleiben.

„Ziel ist es aber in den nächsten Jahren alle Produkte in Papier zu verpacken“

„Verpackungen spielen bei der Verschmutzung der Meere eine große Rolle. Bis beispielsweise eine Plastikflasche wieder aus dem Meer verschwindet, dauert es 450 Jahre“, erklärte der Meeresbiologe Michael Stachowitsch. Wolf-Nudeln setzt seit Jahren mit der CO²-neutralen Produktion und der Verwendung von regionalen Produkten auf eine umweltfreundliche Herstellung. „Wir leben den Nachhaltigkeitsgedanken bereits in der vierten Generation. Wir müssen weg vom Erdöl und hin zu einer nachhaltigen Fertigung“, erklärt Wolf.

Mehr als 400.000 Euro wurden in die Entwicklung und die neue Verpackungsmaschine investiert. Derzeit beschäftigt die Firma Wolf in Güssing 100 Mitarbeiter. Pro Jahr produzieren sie ungefähr 5.500 Tonnen Nudeln, von klassischen Suppenudeln bis hin zu Penne und Spaghetti.