Vermisster Tourengeher am Ötscher tot geborgen. Der 61-jährige Tourengeher, der seit Mittwochfrüh am Ötscher vermisst worden war, ist am Donnerstag tot geborgen worden.

. Erstellt am 27. Dezember 2018 (08:35)
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LPD NÖ

Im Einsatz stand dabei ein Hubschrauber des Innenministeriums, hieß es seitens der Alpinpolizei Niederösterreich.

Witterung erschwerte Bergung

„Wir konnten den Vermissten heute gegen 11.30 Uhr bergen“, sagt Einsatzleiter Markus Bichler von der Einsatzgruppe NÖ-West der Alpinpolizei am Donnerstagnachmittag und führt weiter aus: „Wir mussten nur den Nebel abwarten, dann war endlich eine Taubergung mit dem Polizeihubschrauber möglich.“

Diese sei problemlos verlaufen. Ganz gegenteilig sahen, so Bichler, die  Witterungsbedingungen für eine Bergung am Vortag aus. Gegen 9 Uhr konnte bereits vom Notarzthubschrauber „Christophorus 15“ und in Folge vom Polizeihubschrauber die Stelle, wo der Abgestürzte lag, lokalisiert werden, doch ein Erreichen war unmöglich.

"Starker Sturm zwischen 80 und 100 Stundenkilometern"

„Es herrschte starker Sturm zwischen 80 und 100 Stundenkilometern. Eine Bergung aus der Luft konnte daher nicht durchgeführt werden, auch unsere Versuche zu Fuß von verschiedenen Seiten mussten aufgrund der hohen Lawinengefahr abgebrochen werden. Ein Fortsetzung wäre im Hinblick auf die Sicherheit der Retter nicht vertretbar gewesen“, erklärt er.

Der 61-jährige Hobbysportler aus Gaming war mit einer „neunköpfigen“ Gruppe von Skitourengehern unterwegs gewesen. „Augenzeugen berichteten, dass ihn eine Windböe erfasst hat und es so zum Absturz gekommen sei“, sagt Bichler, der betont, dass es sich bei diesen Tourengehern „um sehr erfahrene, gut ausgerüstete Wintersportler gehandelt habe, einige kenne er sogar persönlich.“ Der Unfall sei tragisch, die  Witterung war gegen 8.15 zur Zeit des Absturzes, im Vergleich zu anderen Stellen, „plötzlich in diesem Bereich am Ötscher extrem gewesen.“

Route bei Tourengehern sehr beliebt

Die Unfallstelle ist, erläutert der Alpinpolizist, 60 bis 70 Grad steil. Rund 400 Meter ist der Sportler einen sehr engen Schlurf vom „Herrenstand“ aus abgestürzt. Die Route sei bei Tourengehern sehr beliebt.

An der zweitägigen Rettungsaktion waren neben der Alpinpolizei und dem Notarzthubschrauber, Beamte der Polizei Gaming, Bergretter der Ortsstellen Lackenhof, Mitterbach und Annaberg  sowie Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams zugegen, doch trotz intensivster Bemühungen aller gab es  keine Rettung mehr.