Öko-faire Schoko-Nikolos am Vormarsch

Rechtzeitig vor dem Nikolaus-Fest haben die Menschenrechtsorganisation Südwind und die Umweltschutzorganisation Global 2000 am Dienstag ihren traditionellen Schoko-Nikolo-Check veröffentlicht. Das Ergebnis war heuer erfreulich: Öko-faire Schokolade-Erzeugnisse sind kein Nischenprodukt mehr. Fünf Produkte erhielten die doppelt-grüne Bestnote, wie es in einer Aussendung hieß. Ein Drittel der Produkte fiel aber durch.

Erstellt am 23. November 2021 | 11:15
Nikolo kann mehr faire Schokolade bringen
Nikolo kann mehr faire Schokolade bringen
Foto: APA/THEMENBILD

Insgesamt überprüften die NGOs 24 Schoko-Nikolos auf ihre soziale und ökologische Verträglichkeit und bewerten beide Kategorien nach den Ampelfarben mit grün, gelb oder rot. Fünf Produkte erhielten heuer die doppelt-grüne Bestnote und sind sowohl Fairtrade- als auch Bio-zertifiziert. Im Vorjahr waren es noch vier. Sieben weitere überzeugten demnach zumindest in einem der beiden Bereiche. Für Südwind und Global 2000 war besonders begrüßenswert, dass die Schoko-Nikolos der großen Handelsunternehmen mit Bestwertungen punkten.

"Öko-faire Schokolade ist heute erfreulicherweise kein Nischenprodukt mehr, sondern fast flächendeckend erhältlich. Umso wichtiger ist es, dass die verbleibenden schwarzen Schafe der Schoko-Branche endlich aufholen. Denn schließlich will niemand bewusst Schokolade verschenken, die auf Kinderarbeit zurückgeht, Naturzerstörung befeuert oder gesundheitsgefährdende Pestizide enthält", so Angelika Derfler von Südwind und Martin Wildenberg von Global 2000.

Mit der Bestnote versehen wurden der "EZA-Schoko Nikolo" aus den Weltläden, der "Billa Bio Schoko Nikolo", der "Spar Natur Pur Bio-Nikolaus", der "Heindl Weihnachtsmann" sowie der "BIO Natura", erhältlich bei Hofer. Ein Drittel der getesteten Figuren fiel bei dem Check aber durch. Von den zehn negativ bewerteten Nikolos führten sieben keine Siegel an und verwiesen stattdessen auf unternehmenseigene Nachhaltigkeitsprogramme, drei blieben gänzlich ohne Angaben.