"Drohne, die nicht fliegt", soll Sicherheit erhöhen. Der Autobahnbetreiber Asfinag hat in Kooperation mit zwei Klagenfurter HTL eine "Drohne, die nicht fliegt", aber die Tunnelsicherheit erhöhen soll, entwickelt.

. Erstellt am 24. Juli 2020 (13:00)
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Laut einer Aussendung vom Freitag soll das Gerät im Winter im Falkenbergtunnel auf der Südautobahn (A2) bei Klagenfurt im Rahmen eines Pilotprojekts getestet werden.

Die "Drohne" soll an einer Schiene in der Tunneldecke mit bis zu 100 km/h fahren können. Das Gerät wird mit einer Kamera, einer Wärmebild-Kamera sowie einer "Time to flight"-Kamera, die ein dreidimensionales Bild liefern kann, ausgestattet, weiters mit Mikrofon und Lautsprecher. "Im Fall eines Brandes mit starker Rauchentwicklung soll diese Entwicklung sowohl den Einsatzkräften als auch eventuell noch im Tunnel befindlichen Personen lebensrettende Informationen liefern können", so die Hoffnung der Asfinag.

Betrieben wird das Gerät mit beim Tunnelportal aufgeladener Sonnenenergie. Asfinag-Regionalleiter Thomas Nessel: "Wir starten den Test zuerst im Freien in einer Autobahnmeisterei und wenn der erfolgreich verläuft wird das System im Winter in diesem Tunnel eingebaut." Die "Drohne" ist nicht das erste Gerät, das einer Kooperation der Asfinag mit einer Klagenfurter HTL entspringt. Bereits im Einsatz befindet sich ein Tunnelbrand-Simulator, der für Feuerwehr-Übungen 100 verschiedene Brandszenarien simuliert.

Die Asfinag arbeitet schon länger an Möglichkeiten zum Einsatz von Drohnen. Vergangenes Jahr etwa wurde bei einer Tunnelübung in der Steiermark eine Drohne eingesetzt. Ziel war es, das Lagebild zu verbessern und bei der Suche nach Vermissten zu helfen.