Vorarlberger Mordverdächtiger nach Innsbruck verlegt. Der 34-jährige Mann, der den Sozialamtsleiter der BH Dornbirn erstochen haben soll, ist von Feldkirch in die Justizanstalt Innsbruck überstellt worden. Die Verlegung des Untersuchungshäftlings erfolgte bereits am Donnerstagnachmittag aus Sicherheitsgründen, bestätigte der Verfahrenshelfer Daniel Wolff der APA Vorarlberger Medienberichte.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 26. Februar 2019 (10:38)
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Justizministerium genehmigte die Überstellung

Der türkische Asylwerber habe sich in der Justizanstalt Feldkirch zwar in Einzelhaft befunden, Mitinsassen hätten aber verbale Drohungen gegen ihn ausgesprochen, und auch der 34-Jährige selbst habe sich aggressiv verhalten, sagte Wolff. Es habe eine "negative Stimmung" in der Haftanstalt geherrscht.

Der in Vorarlberg aufgewachsene Vorbestrafte sei offenbar als extrem gefährlich eingestuft worden, berichtete Wolff der "Neuen Vorarlberger Tageszeitung". Das sei die Einschätzung der Richter des Oberlandesgerichts Innsbruck, die vergangene Woche die Haftbeschwerde des Asylwerbers gegen seine Inhaftierung negativ beschieden haben, wie auch jene der Leitung der Feldkircher Justizanstalt.

Der Antrag auf Überstellung wurde von der Feldkircher Gefängnisleitung eingebracht und vom Justizministerium genehmigt. Die Verlegung sei schließlich aufgrund des Personalmangels im Feldkircher Gefängnis erfolgt, so Wolff. In Innsbruck wird Wolff bei Besprechungen mit dem 34-Jährigen von einem Tiroler Verfahrenshelfer vertreten.

Zum psychischen Gesundheitszustand des Beschuldigten sei mittlerweile ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben worden, informierte der Rechtsanwalt. Die öffentliche Anklägerin Konstanze Manhart wolle überprüfen, ob ein Antrag auf Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher gestellt werden muss.