Ex-Landtagspräsident Penz erhielt hohes Ehrenzeichen. Der vormalige niederösterreichische Landtagspräsident Hans Penz (ÖVP) hat am Dienstag das "Große Silberne Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreich" erhalten. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hob in ihrer Laudatio die "Kompetenz und Expertise" sowie die "Geradlinigkeit, Ehrlichkeit und Professionalität" des Geehrten hervor.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 24. April 2018 (15:55)
NLK Pfeiffer
Von rechts nach links: Die Gattin von Hans Penz, Luise Penz, Landtagspräsident a. D. Hans Penz, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Landeshauptmann a. D. Erwin Pröll.

"Dein Wort wurde gehört und deine Meinung geschätzt", sagte Mikl-Leitner laut Aussendung des Landespressedienstes. Penz habe sich "mit einer einzigartigen Persönlichkeit ins Geschichtsbuch eingetragen", hielt sie fest: "Du hast das Land mitgestaltet und mitentwickelt."

Penz gehörte 20 Jahre lang dem Präsidium des niederösterreichischen Landtages an. 1998 wurde er dritter Landtagspräsident, von 10. April 2008 bis 22. März 2018 war er Landtagspräsident. In diesen zwei Jahrzehnten fanden 240 Landtagssitzungen und über 1.000 Ausschusssitzungen statt, 5.800 Eingaben oder Geschäftsstücke wurden im Landtag diskutiert, bearbeitet und beschlossen.

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Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner überreichte dem Landtagspräsidenten a. D. Hans Penz das "Große Silberne Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreich".
 

Penz habe auch viele Neuerungen gesetzt, erinnerte Mikl-Leitner etwa an das Online-Archivsystem, den Jugend-Landtag oder die Initiative "Landtag im Land". Zudem war der ÖVP-Politiker von 1983 bis 2010 Direktor des NÖ Bauernbundes und von 1987 bis 1998 Mitglied des Bundesrates.

Penz sprach in seiner Dankesrede von "einer besonderen Auszeichnung". In der Arbeit im Landtag sei es ihm stets wichtig gewesen, "über den Tellerrand hinauszublicken", auch die politische Bildung sei ihm ein wichtiges Anliegen gewesen, betonte der 67-Jährige. Zu seinem Nachfolger als Landtagspräsident wurde am 22. März in der konstituierenden Sitzung nach der Landtagswahl am 28. Jänner Karl Wilfing (ÖVP) gewählt.