EU beschloss "Schwarze Liste" mit 17 Steueroasen. Die EU-Finanzminister haben eine schwarze Liste mit 17 Steueroasen beschlossen. Die betroffenen Staaten und Gebiete täten aus Sicht der EU nicht genug, "um Steuerflucht zu bekämpfen", sagte der französische Minister Bruno Le Maire am Dienstag. Auf der Liste stehen 17 Länder und Gebiete, darunter Südkorea, Bahrain, Panama, Tunesien und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 05. Dezember 2017 (14:27)
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EU will gegen Steuerhinterziehung- und Steuerbetrug vorgehen

Weiters aufgelistet sind Barbados, Grenada, Guam, Macau, die Marschall-Inseln, die Mongolei, Namibia, Palau, Samoa, Amerikanisch-Samoa, St. Lucia sowie Trinidad und Tobago. Die EU hat bisher an 92 Staaten Schreiben wegen der Steuergebarung verschickt und von mehr als 70 bisher Antworten erhalten. Die meisten hätten sich darin verpflichtet, allfällige auch kleinere Mängel im Steuerbereich bei der Betrugsbekämpfung bis Ende 2018 zu beseitigen.

Konkret geht es um mehrere von der EU verlangte Punkte gegenüber den Drittstaaten - etwa die Transparenz, den Informationsaustausch mit anderen Staaten und Mindeststandards. Unter den angeschriebenen Staaten befinden sich auch Entwicklungsländer, diese haben allerdings zur Fehlerbehebung bis Ende 2019 Zeit, während die anderen bis Ende 2018 eine Mängelbehebung vornehmen müssen.