Gefährliche Fahrt: Transport der „dritten Art“. Der Zufall spielte der Polizei am Nachmittag des vergangenen Mittwochs, 6. Mai, einen besonderen Transport in die Hände: Ein rund 40-jähriger aus dem Bezirk Krems hatte in einem Kremser Baumarkt rund fünf bis sechs Meter lange Vierkanthölzer gekauft und auf eigenartige Weise nach Hause bringen wollen.

Von Christian Leneis. Update am 07. Mai 2020 (09:56)

Der Mann hatte die Vierkanthölzer quer auf dem Dach seines PKW befestigt und wurde schon dabei von anderen Kunden des Marktes fotografiert. Beim Wegfahren wurde er sogar gefilmt, wie er in der Gewerbeparkstraße in Richtung Rohrendorf fuhr und von anderen Verkehrsteilnehmern angehupt wurde.

Diese fühlten sich vermutlich von seiner eigenartigen Verladeweise gefährdet. Schließlich ragten die Vierkanthölzer nicht nur weit in den Bereich, wo normalerweise Fußgänger unterwegs sind, sondern auch weit in die Fahrspur des Gegenverkehrs hinein.

"Inspektor Zufall" hat geholfen

Im Bereich der Loiserstraße in Brunn im Felde ist dem Mann zufällig ein Streifenwagen der Polizei Hadersdorf entgegengekommen, der sofort wendete und den Lenker anhielt. Der Mann begründete seine Art der Verladung damit, dass die Hölzer „zu lange“ gewesen seien, um sie im Fahrzeug unterzubringen.

Der Lenker wird nun zumindest wegen vorschriftswidriger Ladungssicherung angezeigt. Eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer wird noch überprüft. Ein Polizist: „Nicht auszudenken, wenn diesem Gespann etwa ein Motorradfahrer entgegenkommt, und dieser dieses Hindernis übersieht. Das könnte tödlich enden!“

Keiner hat Polizei gerufen!

Dieser Transport fand in sozialen Medien viel Aufmerksamkeit und wurde ungezählte Male geteilt. Bei der Polizei ist aber, so eine Aussage, kein Anruf eingegangen: „Die Leute fotografieren und filmen offenbar lieber, als uns auf solche Gefahren aufmerksam zu machen!“