Thomasberg: U-Haft nach Tod von Pensionistin beantragt. Über den 61-Jährigen, der am Montagabend in Thomasberg (Bezirk Neunkirchen) eine 85 Jahre alte Frau in ihrem Einfamilienhaus getötet haben soll, ist die Verhängung der Untersuchungshaft beantragt worden.

Von APA, Redaktion. Update am 18. September 2019 (15:25)
Einsatzdoku

Die Festnahme des Verdächtigen, der sich weiterhin im Krankenhaus befindet, sei noch am Dienstag angeordnet worden, teilte Erich Habitzl von der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt am Mittwoch mit. Belastet wird der Beschuldigte unter anderem durch einen bei ihm gefundenen Autoschlüssel. Dieser gehöre zu einem Leihwagen, der auf dem Grundstück des Opfers geparkt stand, bestätigte Habitzl.

Wir hatten zu dem Fall berichtet:

Medienberichte, wonach es sich beim Verdächtigen um den Manager eines Wiener Geldinstituts handelt, der zudem als Gerichtssachverständiger im Bankwesen tätig ist, kommentierte Habitzl mit Hinweis auf die Persönlichkeitsrechte des 61-Jährigen nicht. Einem Online-Bericht des "Kurier" zufolge soll der Beschuldigte der Bankberater des Opfers gewesen sein.

Die 85-Jährige war am Montagabend in ihrem Einfamilienhaus getötet worden. Gegen die Frau soll stumpfe Gewalt ausgeübt worden sein. Der Verdächtige wurde wenig später auf der Südautobahn (A2) von einem Lkw angefahren und verletzt.

Der Gesundheitszustand des Beschuldigten ist laut Habitzl weiter "unverändert". Der 61-Jährige lag in einem Krankenhaus im künstlichen Tiefschlaf und befand sich außer Lebensgefahr. Der Verdächtige wurde polizeilich überwacht, bereits am Dienstag war die Festnahme angeordnet worden. Das vorläufige Ergebnis der am Dienstag angeordneten Obduktion wird dem Sprecher der Anklagebehörde zufolge "in den nächsten Tagen" vorliegen.

Entscheidung über U-Haft am Donnerstag

Die Entscheidung über die U-Haft soll am (morgigen) Donnerstag fallen, teilte eine Sprecherin des Landesgerichts Wiener Neustadt auf Anfrage mit. Eine Einvernahme des Beschuldigten war weiter nicht möglich.

Belastet wird der Beschuldigte unter anderem durch einen bei ihm gefundenen Autoschlüssel. Dieser gehöre zu einem Leihwagen, der auf dem Grundstück des Opfers geparkt stand, bestätigte Habitzl.