Hauser im WM-Sprint Neunte - Titel an Eckhoff. Österreichs Medaillenhoffnung Lisa Hauser ist im Sprint der Biathlon-WM in Pokljuka leer ausgegangen.

Von APA / BVZ.at. Erstellt am 13. Februar 2021 (16:03)
Hauser am Schießstand zu fehlerhaft
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Die im Jänner im Weltcup fünfmal auf dem Podest gestandene Tirolerin musste sich am Samstag bei tückischem Wind nach zwei Strafrunden mit Rang neun begnügen. Die anderen Österreicherinnen kamen nicht unter die besten 30. Gold sicherte sich die fehlerfreie Norwegerin Tiril Eckhoff vor der Französin Anais Chevalier-Bouchet und der sensationellen Weißrussin Hanna Sola.

Eckhoff jubelte bei eisigen Temperaturen über ihren zweiten WM-Titel-Einzeltitel, auch 2016 hatte sie im 7,5-km-Sprint triumphiert. In Slowenien war die nunmehr siebenfache Saisonsiegerin zum Auftakt auch schon mit der norwegischen Mixed-Staffel zum Sieg gelaufen.

Hauser wollte die kniffligen Windbedingungen nicht als Ausrede verwenden. "Es war schwierig, aber ich habe es nicht schlecht erwischt, deswegen ärgert es sich mich umso mehr. Das waren meine eigenen Fehler. Das ist schon schade", meinte die 15-km-Siegerin von Antholz, der aber die sechstbeste Laufzeit Auftrieb geben sollte. Sie verfüge auch deshalb für die Verfolgung am Sonntag über eine gute Ausgangslage, so die 27-Jährige im ORF-Interview. Ihr Rückstand beträgt 50,5 Sekunden. Die Drittplatzierte Sola, ein Schützling von Ex-ÖSV-Cheftrainer Reinhard Gösweiner, startet 14,4 Sekunden nach Eckhoff.

Zdouc, wie Hauser am Mittwoch überraschend Silbermedaillengewinnerin mit der gemischten ÖSV-Staffel, landete mit fast zwei Minuten Rückstand an der 38. Stelle. Es sei für sie mit starkem Wind und der Kälte extrem schwierig gewesen, meinte die Kärntnerin. Katharina Innerhofer (39.) und Julia Schwaiger (63.), die die Verfolgung verpasste, waren mit drei Schießfehlern chancenlos.

Der am Vortag des WM-Auftakt positiv auf das Coronavirus getestete ÖSV-Cheftrainer Ricco Groß ist mittlerweile nach Deutschland abgereist. Der 50-Jährige ist nach wie vor symptomfrei und wird seine Quarantäne in seiner deutschen Heimat absitzen. Alle anderen durchgeführten PCR-Tests im ÖSV-Team sind negativ ausgefallen. Bei den Männern startet am Sonntag Simon Eder als ÖSV-Topmann nur an der 16. Stelle mit fast einer Minute Rückstand in die Verfolgung.