"Prüfung durch Staatsanwaltschaft ist Routinevorgang". Die Staatsanwaltschaft Graz hat den Bericht der Wirtschaftsprüfer über das Bistum Gurk angefordert. "Dies ist nach Auskunft der Behörde ein reiner Routinevorgang", teilte die Sprecherin von Bischof Alois Schwarz, Katharina Brandner, mit.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 28. Dezember 2018 (17:44)
Pressestelle Diözese St. Pölten/Helge Bauer
Der St. Pöltner Bischof Alois Schwarz

Die am Freitag von der sogenannten „Arbeitsgruppe Bistum“ in Klagenfurt veröffentlichte „Stellungnahme“ wies sie überdies entschieden zurück.

Bischof Schwarz hat aus dem Bericht des externen Wirtschaftsprüfers Breschan keinesfalls „einseitig und verzerrend“ zitiert, wie die "Arbeitsgruppe" behauptet.

Die Zitate sind Teile der Zusammenfassung des Prüfungsergebnisses und geben dessen wesentlichen Kern wieder. Wenn einzelne Investitionen oder wirtschaftliche Entscheidungen kritisch beleuchtet werden, ist dies genauso zur Kenntnis zu nehmen und wird Bischof Schwarz, wie es das Kirchenrecht vorsieht, im Zuge der Visitation zu alldem Stellung nehmen.

Weder der Bericht noch der Prüfer werden in ein schlechtes Licht gerückt; vielmehr hat sich Dr. Schwarz bei der Kanzlei Breschan für deren umsichtige und umfassende Arbeit und Beurteilung ausdrücklich bedankt.

Zum Vorhalt, „dass Transaktionen auch von steuerrechtlicher Relevanz sein könnten“, ist auf eine umfassende Prüfung des Bistums Gurk durch die Finanzbehörden erst im Jahr 2016 hinzuweisen. Bei dieser Steuerprüfung wurden keinerlei gravierende Mängel festgestellt.

Im Übrigen verweist Bischof Schwarz in Bezug auf die betriebswirtschaftlichen Vorwürfe seitens der so genannten "Arbeitsgruppe Bistum" auf die kommende Visitation durch die kirchenrechtlich zuständige Instanz.

Die Vorgehensweise der "Arbeitsgruppe" ist insofern verwunderlich, als aufgrund der immer gleichförmigen Anwürfe gegen den Bischof durch seine vormals engsten Mitarbeiter diese Sache in die Hände eines päpstlichen Visitators gelegt wurde. Dieser hat die unabhängige und zuständige Prüfungskompetenz, die ihm von Papst Franziskus übertragen wurde.