Admiras Hoch gefährdet "Riesenziel" der Austria. Bei der Austria gibt es vor dem Viertelfinal-Auftritt im ÖFB-Fußball-Cup Steigerungsbedarf.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 04. April 2017 (14:12)
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Nach der Enttäuschung in der Liga fordert Fink nun den Sieg im Cup

Um ein "Riesenziel" in dieser Saison nicht aus den Augen zu verlieren, wollen die Wiener die richtigen Schlüsse aus der jüngsten Niederlage gegen die Admira gezogen haben. Die Südstädter bauen sich am Mittwoch (18.00 Uhr/live Puls4) im Cup-Duell erneut im Ernst-Happel-Stadion als Gegner auf.

Die Austria hat Wiedergutmachung für die schwache Vorstellung am vergangenen Samstag angekündigt. 2:0 siegte die Admira, die schon den ersten Saisonvergleich im Prater-Oval (2:1) für sich entschieden hatte. Unter dem in der Winterpause gekommenen Trainer Damir Buric ist die südlich von Wien stationierte Truppe in sieben Spielen bei drei Siegen und vier Remis noch ungeschlagen.

Während die Admira auf der Erfolgswelle schwimmt, war für Thorsten Fink und seine Mannschaft in den vergangenen Tagen Ursachenforschung angesagt. "Die Admira hat das super umgesetzt. Aber wir können es besser machen", lautete die Quintessenz der Niederlage. "Wir haben nun zwei Spiele verloren, können aber den Cup nutzen, um positive Energie aufzubauen", betonte Fink.

Zumindest zwei Wechsel wollte der Deutsche in der Start-Elf des Rekordcupsiegers (27 Titel) vornehmen. Anbieten würde sich Rotation an den Flügelpositionen. Gerade Eins-gegen-Eins-Duelle gingen am Samstag an die Admiraner. So dürfte Ismael Tajouri beginnen, um mitzuhelfen, den fünften Halbfinal-Einzug in sechs Jahren zu realisieren. "Das ist ein Riesenziel von uns", bestätigte Coach Fink.

Bei der im Vorjahr im Finale gestandenen Admira herrschte vor dem 28. Cup-Vergleich mit der Austria - die Violetten haben von den bisherigen 27 Aufeinandertreffen mit der Admira, Wacker bzw. Admira/Wacker 22-mal gewonnen - Zuversicht. Effizient und defensiv kaum überwindbar haben sich die Maria Enzersdorfer im Frühjahr präsentiert. Ein Torverhältnis von 7:3 in den sieben Spielen offenbart dies. Einziger Wermutstropfen des jüngsten Sieges war der Ausfall von Maximilian Sax.

Der Flügelspieler zog sich eine schwere Schulterverletzung zu und muss laut Club-Angaben bis zu acht Wochen pausieren. "Es ist wirklich schade, er war in sehr guter Form. Ein herber Verlust für uns", sagte Buric. Auch ohne den nach einer Stunde ausgetauschten Sax kam die Admira aber nicht mehr in Bedrängnis. Buric sah dennoch Verbesserungspotenzial: "Es gab offensiv Aktionen, die wir nicht gut ausgespielt haben. Das haben wir thematisiert", berichtete der Kroate.

Mit Christoph Monschein haben die Admiraner jedoch einen Stürmer in ihren Reihen, der für den Gegner schwer zu bändigen ist. Im laufenden Cup-Bewerb hält der 24-Jährige bei fünf Toren. Gemeinsam mit Kapfenbergs Joao Victor führte Monschein die Torjägerwertung vor den Viertelfinal-Partien an.

Einig waren sich Fink und Buric in einem Punkt: Ein Cup-Duell sei mit einem Ligaspiel nicht zu vergleichen. "Der Pokal hat einen ganz anderen Charakter", sagte Admiras Trainer. Sein Gegenüber sah dies genauso. Es müsse nicht nach 90 Minuten eine Entscheidung fallen, betonte Fink.

Elfmeterschießen hat die Austria dennoch nicht trainiert. Dies hatte sich für die Wiener schon vor dem im Elferkrimi entschiedenen Rückspiel in der Europa-League-Qualifikation gegen Spartak Trnava bewährt.