Salzburg empfängt Ried - LASK gastiert beim WAC. Salzburg will den Platz an der Sonne in der Fußball-Bundesliga nicht abgeben und sich bereits für die internationalen Aufgabe im Februar einstimmen.

Von APA / BVZ.at. Erstellt am 26. Januar 2021 (15:40)
Rieds Grüll steht bei Salzburg unter Beobachtung
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Im Heimspiel gegen die SV Ried peilt der Titelverteidiger am Mittwoch (18.30 Uhr) den nächsten fix eingerechneten Dreier an. Zur gleichen Zeit empfängt die WSG Tirol den SCR Altach. Um 20.30 Uhr gastiert zum Abschluss der 14. Runde der LASK beim Wolfsberger AC.

Salzburg-Coach Jesse Marsch war nach dem Frühjahresauftakt in Altach zufrieden. Der Amerikaner freute sich laut eigener Aussage über einen konzentrierten Auftritt seiner Elf und unterstrich die gute Leistung in der Defensive. In dieser hatte Marsch in den vergangenen Wochen auch schon mit Blick auf das Europa-League-Sechzehntelfinale gegen Villarreal (18. und 25. Februar) Verbesserungsbedarf geortet.

Mit Ried kommt auch Marco Grüll nach Wals-Siezenheim. Der 22-jährige Flügelspieler wurde bereits vor Monaten mit einem Transfer nach Salzburg in Verbindung gebracht. Der Salzburger kann sich somit empfehlen. Laut Marsch steht Grüll aber ohnehin schon länger unter Beobachtung. "Wir haben ihn verfolgt, glauben, er kann ein guter Spieler werden. Wir werden sehen, aber es ist eine Möglichkeit", wollte Salzburgs Coach dies auch nicht verheimlichen. Grüll habe auch im ersten Saisonduell bei Salzburgs 3:1-Sieg Ende September sehr gut gespielt.

Eine ungewohnte Rolle hat die WSG Tirol inne: Der sportliche Absteiger der Vorsaison empfängt am Mittwoch als klarer Favorit den SCR Altach. Vor der 14. Runde haben die fünftplatzierten Tiroler zwölf Punkte zwischen sich und dem westlichen Nachbarn herausgearbeitet. "Wir sind, glaube ich, zum ersten Mal seit sehr langer Zeit wieder gefühlt in der Favoritenrolle. Das ist eine neue Aufgabe für die Mannschaft", sagte WSG-Trainer Thomas Silberberger.

Mit einem 4:2-Auswärtssieg beim LASK festigte die Wattener Sportgemeinschaft zuletzt ihren Ruf als Überraschungsteam. Mit nun sechs Saisonsiegen haben die Tiroler die Marke aus der Vorsaison (32 Spiele) bereits eingestellt. Mit vier Punkten Vorsprung auf den Siebenten SKN St. Pölten mischen sie weiter kräftig im Meistergruppen-Rennen mit.

Der LASK will unterdessen gegen den WAC einen kapitalen Fehlstart ins neue Jahr vermeiden. Bei einem erneuten Patzer droht die Mannschaft von Trainer Dominik Thalhammer den Anschluss an die Top drei zu verlieren. Der WAC wartet nach defensiv soliden Spielen auf das erste Tor in diesem Jahr. Eine intensive Partie bei Minusgraden wird erwartet.

"Gegen den WAC wollen wir nun eine entsprechende Reaktion zeigen und die gute Entwicklung der Mannschaft, die wir im Herbst begonnen haben, fortsetzen", erklärte Thalhammer am Dienstag. Statistisch stehen die Chancen dafür gut. In Wolfsberg sind die Linzer, die mittlerweile den Zahlen nach das Ligateam mit dem meisten Ballbesitz sind, in bisher sechs Antreten noch ungeschlagen.

Ferdinand Feldhofer hat den LASK-Ausrutscher analysiert. "Vier Gegentore sind sicher überraschend. Man hat gesehen, dass man den LASK mit Tempo überraschen kann", sagte der WAC-Coach vor dem dritten Heimspiel seines Teams in Folge. Der Europa-League-Sechzehntelfinalist sehnt nach zwei Nullnummern gegen Sturm und Hartberg den Torerfolg herbei. "Wir sind generell mit der Leistung zufrieden, aber mit der Ausbeute natürlich nicht", sagte Feldhofer. Die Chancenverwertung war ausbaufähig.