Neun Bezirke könnten rot werden. Laut der der APA vorliegenden Experten-Empfehlung an die Corona-Ampelkommission, die am Donnerstagnachmittag tagt, werden der Kommission neun Bezirke für die Schaltung auf Rot vorgeschlagen.

und APA / BVZ.at. Erstellt am 15. Oktober 2020 (17:06)
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Demnach könnten St. Pölten (Niederösterreich), Wels-Stadt und Rohrbach (Oberösterreich), Hallein, St. Johann im Pongau (Salzburg), Innsbruck, Innsbruck-Land, Imst und Schwaz (Tirol) betroffen sein. Wien ist nicht dabei, was dem Vernehmen nach zu Unmut einiger Kommissionsmitglieder führte.

Laut dem Dokument wird für 16 weitere Bezirke eine Hochstufung auf Orange vorgeschlagen: Oberwart (Burgenland), St. Veit an der Glan (Kärnten), Baden, St. Pölten Land, Tulln, Wiener Neustadt Land (Niederösterreich), Steyr (Stadt), Grieskirchen, Ried im Innkreis, Schärding, Wels (Land) (alle Oberösterreich), Salzburg-Umgebung. In der Steiermark werden die Bezirke Liezen, Voitsberg und Bruck-Mürzzuschlag für Orange vorgeschlagen, in Tirol Kufstein.

Dass Wien der Kommission nicht für die Hochschaltung auf Rot vorgeschlagen wurde, sorgt laut APA-Informationen bei einigen Kommissionsmitgliedern für Unmut. Grund dafür ist dem Vernehmen nach, dass Wien bei der sogenannten "Risikoadjustierung" (die weitere Kriterien als die reine Sieben-Tages-Inzidenz der Neuinfektionen berücksichtigt) als gesamtes Bundesland bewertet wird - und nicht die einzelnen Wiener Bezirke herangezogen werden. Während für ein ganzes Bundesland auch die Zahl der Tests als Kriterium für eine bessere Gesamt-Bewertung dient, ist dies bei einzelnen Bezirken nicht der Fall, daher kann dieses Kriterium nur auf Wien angewendet werden.