Wien plant "Impfpartys" für Jugendliche. Wien wird zur Impfparty laden - oder sogar zu einer Reihe derartiger Events. Dabei sollen junge Menschen die Möglichkeit haben, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Von APA / BVZ.at. Erstellt am 22. Juni 2021 (14:30)
Junge Menschen gehören auch zu Impf-Zielgruppe
Junge Menschen gehören auch zu Impf-Zielgruppe
APA/dpa (Symbolbild)

Ob es eine große Zusammenkunft im Austria Center oder mehrere kleinere Veranstaltungen an anderen Orten geben wird, sei noch offen, sagte ein Sprecher von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am Dienstag der APA. Auch Kinder ab zwölf Jahren werden bald geimpft, die ersten Termine waren rasch vergeben.

Konkret kann für Kids seit heute, Dienstag, ein Impftermin gebucht werden. Die Immunisierungen werden dann ab Freitag vorgenommen. Zunächst wurden für die Aktion 10.000 Dosen reserviert. Der Andrang war jedenfalls groß. Nach zwei Stunden standen keine Termine mehr zur Verfügung. Man arbeite daran, weitere freizuschalten, sagte der Hacker-Sprecher.

Die Altersgruppe von 18 bis 30 Jahre ist dann in Sachen Terminauswahl ab morgen, Mittwoch, an der Reihe. Sie soll - anders als die jüngeren Kids - nicht mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer, sondern mit jenem von Johnson & Johnson geimpft werden. Hier ist nur ein Stich nötig. Den werden so manche bei Musik und Fortgeh-Stimmung empfangen. Details zu dem von der Stadt angekündigten Partygeschehen sind noch offen. Stattfinden soll das Event - bzw. eventuell die Veranstaltungsreihe - aber jedenfalls Anfang Juli, wie es hieß.

Zuletzt war in Wien auch darüber nachgedacht worden, dass die vom Bund per 1. Juli angedachten Öffnungsschritte nicht in vollem Ausmaß umgesetzt werden. Clubs und Diskotheken könnten etwa nur für geimpfte oder genesene Personen erlaubt werden - also nicht für getestete Besucher. Dies wäre eine Verschärfung der vom Bund angekündigten 3G-Regel. Gesundheitsstadtrat Hacker wollte dies etwa mit Verweis auf entsprechende Forderungen der Ärztekammer zuletzt nicht ausschließen.

Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) zeigte sich diesbezüglich heute skeptisch. "Darüber kann man erst nachdenken, wenn man genügend Impfdosen hat", sagte er am Rande einer Pressekonferenz. Welche Regeln in Wien kommen werden und ob es regionale Verschärfungen gibt, ist noch offen. Er werde sich in den nächsten Tagen dazu wieder mit Fachleuten beraten, berichtete der Bürgermeister.

Strikt abgelehnt wird eine "Impfpflicht" für die Nachtgastronomie von der Branche. Stefan Ratzenberger, der Obmann des entsprechenden Verbandes, sprach am Dienstag in einer Aussendung von einer "Diskriminierung". Er hat laut eigenen Angaben ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, um dies zu prüfen. "Die Einführung der Impfpflicht über die Hintertür ist keine Lösung, da sich das Ausgehverhalten der jungen Bevölkerung Wiens in den privaten und/oder öffentlichen Raum verschieben wird", warnte er.