Zahl der Toten in den USA über 4.000 gestiegen. In den USA ist die Zahl der Todesopfer durch das Coronavirus auf mehr als 4.000 gestiegen. Die Gesamtzahl der erfassten Corona-Toten in den Vereinigten Staaten betrug am Mittwoch 4.076, wie aus den Statistiken der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervorging. Damit hat sich die Zahl der Todesopfer der Pandemie innerhalb von vier Tagen mehr als verdoppelt.

Von APA / BVZ.at. Update am 01. April 2020 (15:47)
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Die Lage in den USA verschlechtert sich
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Mehr als 40 Prozent der Todesfälle wurden demnach im US-Bundesstaat New York registriert. Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle stieg nach Angaben der Universität auf 189.510 - das ist die weltweit höchste Zahl an Ansteckungen.

Die US-Regierung rechnet laut einer jüngsten Schätzung inzwischen damit, dass bis zu 240.000 Menschen im Land an dem neuartigen Erreger sterben könnten. US-Präsident Donald Trump war in den ersten Wochen der Krise vorgeworfen worden, das Ausmaß der Bedrohung zu verharmlosen. Am Dienstag warnte er die Bevölkerung indes, dass sich die Lage in den nächsten zwei Wochen weiter verschlimmern werde.

Durch die Coronavirus-Pandemie sind in Europa mittlerweile bereits mehr als 30.000 Menschen ums Leben gekommen. Weltweit die meisten Todesopfer verzeichnet weiterhin Italien mit 12.428 Fällen. In Spanien wurden binnen 24 Stunden 864 neue Todesfälle gezählt. Das ist die bisher höchste Zahl, die an einem Tag registriert wurde. Es war bereits der fünfte Tag in Folge mit mehr als 800 Toten. Die Gesamtzahl der Todesopfer kletterte damit auf 9.053.

Die italienische Regierung verlängerte indes die strengen Ausgangsbeschränkungen für die 60 Millionen Bürger bis 13. April, gab Gesundheitsminister Roberto Speranza bekannt. In den vergangenen Tagen hatte sich die Virus-Welle in Italien etwas verlangsamt. Speranza wertete das als erstes Resultat der harten Beschränkungen in der Wirtschaft und für die Menschen. "Doch der Weg, der noch vor uns liegt, wird lang", mahnte er. Die Beschränkungen in den Bereichen Wirtschaft und Gesellschaft müssten deswegen aufrechterhalten bleiben. Seit 10. März dürfen sich die Menschen nicht mehr frei bewegen.

In Ostfrankreich stieg die Zahl der gestorbenen Coronavirus-Patienten auf über 1.000. In der an Deutschland grenzenden Region Grand Est seien bisher 1.015 Menschen nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben, teilte die regionale Gesundheitsbehörde am Mittwoch mit. Rund 4.200 Menschen befanden sich demnach zur Behandlung in Krankenhäusern. 890 Patientinnen und Patienten mussten der Behörde zufolge auf einer Intensivstation behandelt werden. Das Gebiet, das die Regionen Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne umfasst, ist von der Pandemie besonders stark betroffen.

Großbritannien verzeichnete erstmals mehr als 500 Todesfälle in einem Zeitraum von 24 Stunden durch das Virus. Wie das Gesundheitsministerium in London am Mittwoch mitteilte, starben seit dem Vortag 563 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19. Die Zahl der Toten im Vereinigten Königreich stieg damit auf 2.352 an. Knapp 30.000 Menschen waren nachweislich mit dem Virus infiziert.

In China stieg die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen im Vergleich zum Vortag wegen einer neuen Zählweise deutlich. Wie aus den Daten der Pekinger Gesundheitskommission vom Mittwoch hervorging, wurden erstmals auch solche Menschen in die offizielle Statistik aufgenommen, die zwar positiv auf das Virus getestet wurden, aber keine Symptome zeigten.

Laut der Kommission gab es im Vergleich zum Vortag 130 neue Nachweise dieser Art. Insgesamt stünden derzeit 1.367 "asymptomatische" Fälle unter Beobachtung. Die Zahl der bestätigten Infektionen mit Symptomen stieg den offiziellen Daten zufolge um 36, wovon 35 bei Menschen nachgewiesen wurden, die aus dem Ausland nach China eingereist waren. Erneut wurden auch sieben Todesfälle gemeldet.