Capitals siegten - KAC sorgte für höchsten EBEL-Sieg. Die Vienna Capitals haben am Sonntag ihre Führung in der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) durch ein 7:5 in Znojmo auf fünf Punkte ausgebaut. Verfolger Graz kassierte in Runde 36 (Saisonrekord mit 51 Toren) gegen den VSV eine 2:5-Heimniederlage, und auch Linz blieb durch ein Heim-2:3 gegen Fehervar sieglos. Salzburg gelang mit einem 4:2 in Bozen ein guter Test für die Champions Hockey League (CHL).

Von Redaktion, APA. Erstellt am 06. Januar 2019 (21:07)
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Der KAC feierte einen 12:0-Kantersieg gegen Zagreb

Das zehntplatzierte Innsbruck kam im West-Derby zu einem 6:3-Sieg beim achtplatzierten Dornbirn. Den Sieg des Tages feierte aber der KAC, das 12:0 des Rekordmeisters daheim gegen "Prügelknaben" Zagreb war der höchste der EBEL-Geschichte. Die Kärntner rückten damit bis auf zwei Zähler an Graz heran, haben aber wie die weiter sechs Zähler dahinter liegenden Salzburger ein Spiel weniger. Gleich auf mit Salzburg ist Südtirol. Linz ist drei Punkte dahinter nur noch zwei Zähler vor Fehervar weiter Sechster.

Capitals-Coach Dave Cameron war trotz des Sieges seiner Mannschaft nicht so glücklich, da Znojmo nach einem 5:0 der Gäste zwischenzeitlich auf 4:5 herankam. "Meine Spieler haben den Puck nicht verteidigt und Znaim somit zurück ins Spiel geholt", sagte der Trainer. Der dritte Treffer von Patrick Schneider bzw. das 4:6 brachte in der 51. Minute aber die Vorentscheidung. Cameron: "Wir nehmen die drei Punkte gerne mit nach Wien. Aber mit unserer heutigen Leistung bin ich natürlich nicht zufrieden."

Die Grazer ereilte die unerwartete Niederlage gegen den Vorletzten nach sechs Siegen en suite. Die Villacher agierten dabei im letzten Drittel abgebrüht, Tore durch Blaine Down (41./PP) sowie Christof Kromp (50.) und Matthew Pelech (52.) entschieden die Partie. Beim Lokalrivalen aus Klagenfurt gab das stark ersatzgeschwächte Zagreb einmal mehr keinen ernsthaften Gegner ab. Mann des Spiels war Andrew Kozek. Er erzielte als Erster in der EBEL in einem Match sechs Tore. Dazu kamen drei Assists.

Salzburg holte zwei Tage vor dem CHL-Semifinal-Hinspiel in München mit seinem ersten Sieg nach drei Niederlagen Selbstvertrauen. Dabei war Bozen durch Brett Findlay nach 45 Sekunden in Front gegangen. Die Gäste konterten durch Brent Regner (12./PP) und Ryan Duncan (15.). Nach dem Ausgleich (22.) fixierten Martin Stajnoch (25.) und Thomas Raffl (39./PP) den Endstand. "Wir haben nicht viel anders gemacht als in den letzten Spielen, aber mehr Tore gemacht", analysierte Salzburg-Coach Greg Poss.

Für Linz wird es acht Runden vor Schluss des Grunddurchgangs im Kampf um Platz sechs bzw. die "Pick Round" immer enger. Gegen Fehervar lagen die Black Wings nie in Führung. Vielmehr hatten sie Goalie David Kickert zu verdanken, dass die Niederlage nicht höher ausfiel. Den entscheidenden Treffer erzielte nach 20-minütiger Torflaute Janos Hari (48.). Innsbruck wiederum agierte überaus souverän, lag nach 42. Minuten 6:0 voran. Die drei folgenden Tore der Dornbirner waren nur Ergebniskosmetik.