Frauen bekommen um 40 Prozent weniger. Frauen bekommen durchschnittlich über 40 Prozent weniger Pension als Männer und sind oft von Altersarmut betroffen. Darauf wies Frauenministerin Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) anlässlich des Equal Pension Days am Donnerstag hin.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 26. Juli 2017 (14:22)
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Altersarmut betrifft vor allem Frauen, so die Frauenministerin

Das ist jener Tag, an dem Männer bereits so viel Pension erhalten haben, wie Frauen erst bis Jahresende beziehen werden. Im Vergleich zu 2016 hat sich kaum etwas verbessert.

Männer können laut Zahlen des Österreichischen Städtebunds mit jährlich durchschnittlich 25.901 Euro Pension rechnen, Frauen lediglich mit 14.796 Euro. "Altersarmut betrifft vor allem Frauen: Im Schnitt bekommen Frauen österreichweit nur 57 Prozent der Pension, die Männer erhalten", stellte Rendi-Wagner fest. In Kärnten, Salzburg und Tirol habe sich die Lücke sogar noch weiter geöffnet: "Das ist ein alarmierender Trend", so die Ministerin.

Für gerechte Pensionen müsse man aber früher ansetzen und sich den Arbeitsmarkt anschauen, denn die Lohnschere wirke sich auf die spätere Alterspension aus. "Wir brauchen mehr Lohntransparenz in den Unternehmen", forderte die Ressortchefin daher. Sie drängt auch auf einen Ausbau der Kinderbetreuung und einen Rechtsanspruch auf den Papa-Monat.

Die Pensionslücke zwischen Männern und Frauen sei ein "Armutszeugnis", finden auch die Grünen. "Am Ende eines arbeitsreichen Lebens, in dem Frauen viel unbezahlte Arbeit erledigt haben und zusätzlich am Arbeitsmarkt zahlreiche Hürden auf sich nehmen mussten, wartet auf sie eine Pension, die nur knapp über der Hälfte der Männerpension liegt und oftmals nicht zum Leben reicht", kritisierte Frauensprecherin Berivan Aslan. Die Grünen mahnen daher Reformen ein, um den Pension-Gap zu schließen.