Altach reichte 1:1-Heimremis zum Aufstieg. Der SCR Altach hat die Hürde Tschichura Satschchere mit Zittern genommen und steht in der zweiten Runde der Qualifikation zur Europa League.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 06. Juli 2017 (22:57)
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Stefan Nutz wurde nach dem 1:0 geherzt

Die Vorarlberger mussten sich am Donnerstagabend im Erstrunden-Rückspiel gegen Georgiens Vizemeister zu Hause mit einem 1:1 begnügen. Dank des 1:0 im Hinspiel vor einer Woche reichte das zum Aufstieg.

Stefan Nutz legte mit einem direkt verwandelten Eckball in der 29. Minute zwar vor, die Gäste machten es durch Dimitri Tatanaschwili (56.) aber noch spannend. Auf Altach wartet nun der weißrussische Cupsieger Dinamo Brest als nächster Gegner. Am 13. Juli treten die Vorarlberger zunächst zu Hause an, eine Woche später folgt die Retourpartie.

Trainer Klaus Schmidt durfte nach dem zweiten Pflichtspiel seiner noch kurzen Amtszeit durchatmen. Seine Altacher schienen auf Kurs, brachten sich aber selbst in die Bredouille. Dabei lief es im ersten Europacup-Spiel auf Altacher Boden - bei ihrem internationalen Debüt vor zwei Jahren mussten die Rheindörfler nach Innsbruck ausweichen - zunächst nach Maß für die Heimischen.

Satschchere versuchte zwar, Akzente zu setzen, Altach war aber die spielerische bessere Mannschaft. Schmidt setzte auf dieselbe Elf wie in Tiflis, neben Verletzten wie Andreas Lukse und Andreas Lienhart fehlte auch der urlaubende Moumi Ngamaleu. Chancen blieben vorerst hüben wie drüben jedoch aus.

Nutz beendete mit einem Kunststoß dann die um sich greifende Fadesse. Die Neuerwerbung zirkelte einen Eckball zentimetergenau über Satschcheres Schlussmann Dino Hamzic ins lange Eck. "Ich wollte einfach nur Richtung Tor schießen. Dass der Ball an Freund und Feind vorbeigeht, schön für mich", meinte der Torschütze nach der Partie.

Eine Minute später hätte der Offensivmann fast nachgelegt, eine Galvao-Hereingabe brachte Nutz aber zu zentral aufs Tor. Satschchere verstärkte seine Offensivbemühungen ein wenig, viel mehr als ein durch den Altacher Strafraum zischender Freistoß (45.) sah dabei aber nicht heraus.

Altach investierte auch nach Seitenwechsel wenig in die Partie und fand sich plötzlich in unbequemer Lage wieder. Tatanaschwili war nach einer Flanke schneller als Galvao am Ball, den Gästen fehlte nur noch ein Treffer für die Überraschung. Schmidt reagierte auf die matte Vorstellung seines Teams, brachte mit Adrian Grbic und Kristijan Dobras frische Offensivkräfte.

Altach haderte danach mit dem Referee-Team, Grbic wurde fälschlicherweise wegen Abseits zurückgepfiffen (78.). So musste Torhüter Martin Kobras gegen Mischiko Sardalischwili im Finish (86.) sogar noch mit einer Handabwehr glänzen.

Altach-Coach Klaus Schmidt zeigte sich mit der ersten Hälfte seines Teams zufrieden, "in der zweiten waren wir nicht gut". "Nach dem Gegentor ist spielerisch wenig gekommen. Wir haben nur noch versucht, zu verteidigen, nach vorne hin war es nicht mehr viel", so Schmidt.

Sturm Graz trifft in der zweiten Qualifikationsrunde zur Europa League auf Mladost Podgorica. Die Mannschaft aus Montenegro setzte sich im Erstrunden-Rückspiel bei Gandsassar Kapan aus Armenien mit 3:0 durch. Mladost hatte schon das Hinspiel vor einer Woche mit 1:0 gewonnen. Das erste Duell mit Sturm ist für 13. Juli in Graz angesetzt, eine Woche später erfolgt das Rückspiel in Podgorica.

Die in Eriwan ausgetragene Partie war trotz des eindeutigen Resultats lange Zeit offen. Den Gästen gelang erst in der 68. Minute die Führung, in der Nachspielzeit legte Mladost dann noch zweimal nach. "Wir werden Mladost Podgorica auf keinen Fall unterschätzen", sagte Sturms Sportchef Günter Kreissl über den Gegner. Von der Reise her sei es "sicher das Angenehmere".