Keller-Derby in NÖ, Wattens empfängt Rapid. Das Niederösterreich-Derby der Fußball-Bundesliga ist aktuell ein Duell der Nachzügler.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 20. September 2019 (14:55)
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Neo-Admira-Coach Klaus Schmidt

Wenn die Admira am Samstag (17.00 Uhr) zu Hause auf den SKN St. Pölten trifft, spielt der Letzte gegen den Vorletzten. In Summe haben die beiden Mannschaften in bisher sieben Runden erst acht Treffer erzielt - und 43 Gegentore erhalten. Ebenfalls am Samstag spielen Wattens und Rapid sowie  der SV Mattersburg gegen Sturm (die SVM-Vorschau siehe hier).

Die jüngsten Ergebnisse passten ins Bild zweier geschüttelter Clubs. 0:5 bei Rapid verlor die Admira, St. Pölten ging in Altach 0:6 unter. Vor allem die "Wölfe" aus der Landeshauptstadt traf das Gesehene. Trainer Alexander Schmidt setzte auf eine Aussprache. "Wir haben intern die Sachen sehr hart angesprochen. So eine Vorstellung wird es nicht mehr geben, das kann man nicht akzeptieren", berichtete der Deutsche. "Wir werden bis Winter genau schauen, wer den Weg mitgeht und wer nicht", sagte Schmidt unmissverständlich.

Sein Namensvetter aus der Südstadt wählte nicht ganz so dramatische Worte an sein Team. Für Klaus Schmidt war der Auftritt bei Rapid das erste Spiel seiner noch jungen Amtszeit bei der Admira. Er sei noch in der Kennenlernphase, meinte der Steirer. "Das wird auch noch ein paar Wochen dauern." Das 0:5 habe man gut aufgearbeitet. "Ich habe da viele Dinge gesehen, die ich noch nicht kannte. Jetzt versuchen wir, daran zu arbeiten", betonte Schmidt. Für die Admira steht nach sieben Ligaspielen erst ein Punkt zu Buche. Dem Spiel gegen St. Pölten ordnete Klaus Schmidt keine größere Bedeutung zu. "Unabhängig gegen welchen Gegner wäre ein Sieg für den Kopf wichtig. Danach lechzt jeder", sagte er.

Auf die Fans der WSG Tirol kommen in den nächsten Tagen zwei Schmankerln zu. Am Samstag läutet das Gastspiel von Rapid im Tivoli-Stadion die "Wiener Festspiele" ein, die am Mittwoch mit dem Cup-Match gegen die Austria ihren Abschluss finden. WSG-Trainer Thomas Silberberger versprach, dass man einen "Fight" bieten werde. "Vor Jahren schon haben wir von solchen Partien geträumt. Jetzt leben wir den Traum", wiederholte er, war sich jedoch der Tatsache gewahr, dass mit Rapid eine große Hürde auf seine Elf warte.

"Hinter Salzburg ist Rapid auf Augenhöhe mit dem LASK", sagte der Langzeit-Coach, der vor der "fantastischen Qualität, der Schnelligkeit und dem Spielwitz" des Gegners in der Offensive warnte. Gegen den Rekordmeister winkt der bisher beste Besuch im Tivoli-Stadion. Dazu bräuchte es knapp mehr als die 5.400 Zuschauer, die laut Vereinsangaben am 31. August gegen Salzburg zu Gast waren.

Rapid reiste bereits am Freitagvormittag gen Westen und möchte nach den Siegen gegen die Austria (3:1) und die Admira (5:0) nachlegen. "Die letzten beiden Partien waren in allen Belangen positiv für uns. Das Match bei der Austria hat uns richtig viel Kraft gegeben und auch der klare Heimsieg in der letzten Runde war für die Köpfe sehr wichtig", sagte Trainer Dietmar Kühbauer. Man fahre "natürlich nach Innsbruck, um drei Punkte zu holen".