Rapid auf ungeliebtem Boden um Rückkehr in Erfolgsspur. Ausgerechnet in einer Phase des Misserfolgs steht für Rapid das vielleicht unliebsamste Auswärtsspiel der Halbsaison auf dem Programm.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 01. Dezember 2017 (16:22)
APA (Pfarrhofer)
Rapid hat meistens Probleme in Wolfsberg

Die Hütteldorfer gastieren am Samstag (16.00) zum Auftakt der 17. Runde beim WAC. Sturm Graz ist am Samstag in Altach zu Gast (18.30) und hat noch minimale Chancen auf den Herbstmeistertitel. Die weiteren Duelle am Samstag: Mattersburg - LASK, Admira - St. Pölten.

In bisher elf Pflichtspielen in der Lanttal-Arena reichte es für Rapid nur zu einem Sieg. Rapid-Trainer Goran Djuricin weiß, was seine Mannschaft erwartet: "Auch wenn es ihnen momentan sportlich nicht so gut geht - beim WAC in Wolfsberg ist es nie einfach, zu bestehen."

Der 43-Jährige muss einige Profis vorgeben. Neben den Langzeitverletzten fallen die gesperrten Thanos Petsos und Boli Bolingoli aus, zudem sind Philipp Schobesberger, Dejan Ljubicic und Veton Berisha fraglich.

Auch WAC-Coach Heimo Pfeifenberger hat vier Ausfälle zu beklagen und noch dazu mit einer deutlich längeren Misserfolgsserie zu kämpfen: Seit elf Runden warten die Wolfsberger schon auf einen Sieg, der Vorsprung des Tabellenachten auf Schlusslicht SKN St. Pölten schmolz auf sieben Punkte. Dennoch zeigte sich Pfeifenberger gelassen. "Es hat null Sinn, jetzt auf die Tabelle zu schauen. Wichtig ist es, Punkte zu sammeln, dann werden wir am Ende eine positive Bilanz haben."

Sturm Graz kämpft am Samstag hingegen gegen seinen "Lieblingsgegner" um die kleine Chance auf den Herbstmeistertitel. Sollten die Steirer auswärts gegen den SCR Altach gewinnen und Spitzenreiter Red Bull Salzburg am Sonntag bei der Austria verlieren, würden die "Blackys" die Hinrunde auf Platz eins abschließen. Die Aussicht auf den möglichen Halbzeit-Champion beschäftigt Sturm-Trainer Franco Foda allerdings weit weniger als die Frage, wie man bei den heimstarken Vorarlbergern bestehen kann. "Dort ist es immer schwer. Es wird ein hartes Stück Arbeit und ein sehr enges Spiel." So wie Sturm feierte auch Altach zuletzt zwei Siege - besonders prestigeträchtig war jener am Mittwoch im Allianz Stadion gegen Rapid (2:1). "Ich hoffe, dass wir daraus eine gewisse Stabilität bekommen", sagte Coach Klaus Schmidt. Seine Mannschaft hat im Vergleich zu Sturm einen Tag weniger Pause, da die Grazer bereits am Dienstag die Admira 6:1 abgefertigt haben. "Gegen Rapid hatten wir einen Tag länger Pause, und das hat man ab der 70. Minute gemerkt. Ich hoffe, dass es jetzt bei uns nicht so auffällig wird. Das wird sicher auch eine mentale Geschichte", meinte Schmidt.

Vor dem Auswärtsspiel gegen den SV Mattersburg zeigt die Formkurve des LASK nach oben. Eine starke Leistung vor einer Woche beim 0:1 gegen den Zweiten Sturm Graz blieb zwar noch unbelohnt, dafür gab es aber am Mittwoch ein souveränes Heim-2:0 über den WAC. Die Linzer reisten daher zuversichtlich ins Burgenland. Knapp vor dem Ende der ersten Saisonhälfte liegt der Aufsteiger auf Rang fünf, der eventuell eine Europacup-Teilnahme bedeuten könnte. An einen internationalen Startplatz verschwendet Trainer Oliver Glasner derzeit jedoch keinen Gedanken. "Das ist überhaupt kein Thema. Es freut uns einfach, dass wir sehr solide dastehen und voll im Soll sind." Trotz dieser Attribute setzte es für den SVM zuletzt zwei Niederlagen. Bei Red Bull Salzburg hielt man am Mittwoch bis zur 87. Minute ein 0:0, ehe der Titelverteidiger noch zweimal zuschlug. "Danach waren wir sehr enttäuscht, weil wir gut gespielt, aber nichts mitgenommen haben. Wie so oft im Herbst hat die Leistung gepasst, doch das Ergebnis war nicht zufriedenstellend", erklärte Trainer Gerald Baumgartner.

Beim SKN St. Pölten ist vor dem Spiel bei der Admira neuer Optimismus eingekehrt. Das 1:0 gegen die Austria bedeutete den ersten Sieg nach 20 erfolglosen Bewerbspartien und löste beim Schlusslicht Erleichterung aus. "Uns ist eine große Last von den Schultern gefallen. Jetzt ist es wichtig, dass wir diese Emotion nutzen", sagte Trainer Oliver Lederer. Admira-Coach Ernst Baumeister hat das Debakel bei Sturm Graz (1:6) schon weitgehend abgehakt. "Es war ein Ausrutscher, der nicht passieren sollte. Aber wir sind nach wie vor Vierter, das hätte uns vor der Saison niemand zugetraut", betonte der Ex-Teamspieler.