Rapid fügte Salzburg erste Liga-Niederlage zu. Rapid hat die Chance aufs Meister-Playoff in der Fußball-Bundesliga am Leben gehalten. Mit einem 2:0 gegen Salzburg fügte man dem Tabellenführer am Sonntag auch die erste Saisonniederlage zu. Die Wiener (23) liegen nach der 19. Runde vier Punkte hinter der Austria. Punktgleich mit der Austria auf Rang fünf rangiert Graz nach einem 1:1 in Mattersburg. Hartberg und St. Pölten trennten sich 1:1.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 24. Februar 2019 (19:04)
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Rapid setzte ein Zeichen

Im emotionalen Spitzenspiel der Runde begann der Meister das Spiel mit einem Schuss von Takumi Minamino ins Außennetz, Rapid-Goalie Richard Strebinger wäre in der 6. Minute aber wohl zur Stelle gewesen. Der erste Schuss von Rapid aufs gegnerische Tor durch Manuel Martic (10.) fiel eher harmlos aus. Die beste Chance der Heimmannschaft vor der Pause vergab in der 23. Minute Veton Berisha, seine Direktabnahme lenkte Cican Stankovic ins Out. Nur eine Minute später schoss Andrija Pavlovic von innerhalb des Strafraums mitten auf den Salzburg-Torhüter.

Auf der Gegenseite scheiterte Stefan Lainer (26.) aus spitzem Winkel an Strebinger, zehn Minuten später rettete der grün-weiße Tormann gegen Patson Daka die Null. Die Gäste übernahmen mehr und mehr das Kommando und hatten über 60 Prozent Ballbesitz. Rapid lauerte auf Fehler der Salzburger im Spielaufbau, um über schnelle Gegenstöße gefährlich zu sein, agierte aber zu unpräzise.

In einer munteren Partie schwächte sich der überlegene Tabellenführer in der 54. Minute aber selbst. Der Brasilianer Ramalho deutete Schiedsrichter Robert Schörgenhofer einen Vogel und sah dafür Gelb-Rot, nachdem er erst vier Minuten davor die erste Gelbe Karte kassiert hatte.

Auch mit einem Mann weniger war Salzburg zunächst spielbestimmend. Doch nach Balleroberung von Mario Sonnleitner und einer Flanke von Boli Bolingoli stand Berisha im Strafraum unbedrängt und ließ sich die Chance per Kopf nicht entgehen. Danach waren hochkarätige Möglichkeiten Mangelware. Dann aber traf Berisha in der 65. Minute per Kopf.

Bei Salzburg kam in der 76. Minute der 18-jährige Norweger Erling Haaland zu seinem Bundesliga-Debüt. Doch statt 1:1 hieß es dank Schwab, der den Ball mit links um Albert Vallci herumzirkelte, am Ende 2:0. Die letzten Minuten wirkte auch Rapid-Neuzugang Aliou Badji erstmals mit. Die Wiener wahrten damit die Chance auf die Teilnahme an der Meistergruppe, verkürzten den Rückstand auf den sechsten Platz auf vier Punkte.

Zuvor war Sturm Graz zum Frühjahrsstart nicht über ein 1:1-Remis in Mattersburg hinausgekommen. Martin Pusic (40.) brachte die Mattersburger vor 6.200 Zuschauern im Pappelstadion verdient in Führung. Die Steirer wurden für eine deutliche Leistungssteigerung nach der Pause mit dem Ausgleich durch Otar Kiteishvili (55.) belohnt. Sturm kassierte im fünften Spiel unter Coach Roman Mählich erstmals einen Gegentreffer, dabei holten die Steirer elf von 15 möglichen Punkten. Auf die Grazer warten nun mit den Duellen gegen den LASK, Salzburg und der Austria bis zur Liga- und Punkteteilung nur noch schwierige Aufgaben.

Im Parallelspiel trennten sich auch der TSV Hartberg und der Tabellendritte SKN St. Pölten mit 1:1. Tobias Kainz (52.) erzielte die zwischenzeitliche Führung der Gastgeber, der Grieche Taxiarchis Fountas verwandelte einen Foulelfmeter zum Ausgleich (73.) für die Niederösterreicher. Hartberg bleibt damit Siebenter.

Den Steirern fehlen drei Runden vor Ende des Grunddurchgangs jeweils drei Punkte auf Sturm Graz und die Wiener Austria. St. Pölten machte mit dem Punktgewinn einen weiteren wichtigen Schritt Richtung der angepeilten Meistergruppen-Teilnahme der ersten sechs.