Schlager schaut nach Knöchelbruch "nur noch nach vorne". Österreichs Fußball-Teamspieler Xaver Schlager ist nach dem vor eineinhalb Wochen erlittenen Knöchelbruch im linken Fuß bereits wieder positiv gestimmt.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 12. September 2019 (11:41)
Schlagers Ehrgeiz beeindruckte auch Trainer Oliver Glasner
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"Mit der Bestätigung durch die Diagnose ist das Thema für mich durch, ich hadere nicht und schaue nur noch nach vorne. Es ist nur eine Verletzung, ein Bruch, der verheilt. Anschließend geht es von vorne los", betonte der 21-Jährige im "kicker".

Schlager war sofort bewusst, dass er sich im Bundesliga-Match seines Clubs Wolfsburg gegen Paderborn (1:1) nach nur zehn Minuten schwerer verletzt hatte, nachdem er mit dem linken Fuß im Rasen hängengeblieben war. "Ich habe das Knacken gehört und habe gleich gespürt, dass was gebrochen ist", berichtete Schlager.

"Xaver hat sich sofort eigenständig Therapeuten für die Lymphdrainage organisiert. Es ist Wahnsinn, wie er mit der Situation umgeht. Davor habe ich großen Respekt", war sein Trainer und oberösterreichischer Landsmann Oliver Glasner von der schnellen Reaktion Schlagers begeistert.

Dieser hatte nämlich direkt seinen ehemaligen Salzburger Teamkollegen Hannes Wolf, der nun bei Leipzig unter Vertrag steht und sich bei der U21-EM ebenfalls einen Knöchelbruch zugezogen hatte, kontaktiert. "Ich wollte wissen, wo er sich hat operieren lassen. Schon eine halbe Stunde nach der Verletzung habe ich einen OP-Termin gemacht. Die ersten zehn Tage nach einer solchen Verletzung sind die wichtigsten", erklärte Schlager dem deutschen Fachmagazin.

Sein Knöchel ist nun mit einer Platte verschraubt und bereits schmerzfrei. Noch muss Schlager aber bis zur Kontrolle am Montag einen Gips tragen. "Wenn es gut läuft, kommt der Gips schon ab. Dann kriege ich einen sogenannten Walker", hofft Schlager, der von Wolfsburg trotz der Verletzung für die Europa League nominiert wurde. "Das freut mich. Ich will so schnell wie möglich zurück sein, muss aber auch aufpassen, die richtige Balance finden. Ob es realistisch ist, schon im Dezember zurück zu sein, dass kann ich noch nicht sagen."