Volksanwaltschaft lädt zu Impfgipfel. Nach Negativrekorden bei Masernfällen ebenso wie bei Neuerkrankungen nach Zeckenbissen lädt die Volksanwaltschaft zu einem Impfgipfel. Bei dem für die zweite April-Hälfte geplanten Treffen sollen österreichweite Lösungen mit dem Ziel einer Vereinheitlichung des Impfschutzes diskutiert werden.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 26. Februar 2019 (12:05)
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Treffen für die zweite April-Hälfte geplant

"72 Menschen starben im Vorjahr europaweit an Masern, fünf Personen alleine in Österreich infolge von Zeckenbissen", sagte Volksanwalt Günther Kräuter. "Diese Zahlen sollten endlich Anlass für einen einheitlichen Impfschutz sein." Und auch die Vorsorge gegen HPV-bedingte Krebsformen wie Gebärmutterhalskrebs durch Impfungen im Kindes- und Jugendalter müsse miteinbezogen werden.

Fixen Termin für den Gipfel in der Volksanwaltschaft gibt es noch nicht. Eingeladen werden Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ), Experten, Vertreter des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger und die Gesundheitssprecher der Parlamentsfraktionen.

Die Zahl der Erkrankungen nach Zeckenbissen habe 2018 dramatisch zugenommen, 154 Patienten mussten stationär aufgenommen werden. Dennoch sei die Kostenübernahme nicht einheitlich geregelt, kritisierte Kräuter. Auch bei den Masern-Impfungen gebe es unterschiedliche Standards. In der Steiermark bestehe für medizinisches Personal de facto eine Impfpflicht, bei Anmeldung in Höheren Schulen muss ein Impfpass vorgelegt werden, in anderen Bundesländern noch nicht. "Ich fordere neuerlich eine Aufnahme der Masern-Impfung in den Mutter-Kind-Pass, geknüpft an die volle Auszahlung des Kinderbetreuungsgeldes", so der Volksanwalt.