Trump traf zum G-20-Auftakt Gastgeber Macri. US-Präsident Donald Trump hat sich am Freitag vor dem Auftakt zum G-20-Gipfel in Buenos Aires mit dem argentinischen Präsidenten Mauricio Macri getroffen. Bei dem Arbeitsfrühstück sollte es unter anderem um die Flüchtlingskrise in Südamerika sowie um US-Investitionen in das von einer Wirtschaftskrise geschüttelte Argentinien gehen, sagte Macri. Die USA seien eine große Hilfe in der Krise gewesen.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 30. November 2018 (14:27)
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US-Präsident Trump mit dem argentinischen Präsidenten Mauricio Macri

Trump betonte die guten persönlichen Kontakte zur Familie des einstigen Geschäftsmannes Macri. "Er ist seit langem ein guter Freund." Das ebenfalls für Freitag geplante Treffen Trumps mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel hängt noch in der Schwebe. Merkel wird nach einer Flugzeugpanne erst am Abend verspätet mit einer Linienmaschine in Buenos Aires eintreffen. An ihrem Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin will Merkel trotz ihrer Flugprobleme festhalten. Das Gespräch der Kanzlerin mit Putin finde voraussichtlich Samstagfrüh wie geplant statt, sagte der deutsche Vizeregierungssprecherin Martina Fietz am Freitag in Berlin. Dabei dürfte es vor allem um den aktuellen Konflikt zwischen Russland und Ukraine gehen.

Trump wird sich am Freitag noch mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe treffen. Später soll auch Indiens Premierminister Narendra Modi hinzugezogen werden. In dem Dreierkreis könnte es auch um die internationale Durchsetzung der US-Sanktionen gegen die iranische Ölwirtschaft gehen. Beide Länder gehören zu den Hauptabnehmern iranischen Öls und sind gegenwärtig gemeinsam mit sechs weiteren Ländern von den scharfen US-Sanktionen ausgenommen.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker rief unterdessen angesichts massiver Spannungen zwischen manchen Teilnehmern des G-20-Gipfels die Staats- und Regierungschefs zur Zusammenarbeit auf. Aus Sicht der EU gebe es keine Alternative zur multilateralen Kooperation, sagte Juncker am Freitag in Buenos Aires kurz vor dem offiziellen Gipfelbeginn. "Kein Land, keine Region schafft es alleine."

Das gelte etwa für den internationalen Handel: "Wir Europäer glauben an eine offene und faire Wirtschaftsordnung", sagte der EU-Kommissionspräsident. Für die Europäische Union sei Handel mit dem Rest der Welt wichtiger als jemals zuvor. Juncker betonte zudem, dass die EU an den Vereinbarungen des Pariser Klimaabkommens festhalte.

Die Themen Handel und Klima gehören zu den schwierigen Themen, die auf dem Gipfel in Buenos Aires zur Sprache kommen sollen. Die USA und China liegen derzeit in einem heftigen Handelsstreit, US-Präsident Trump hat zudem das Pariser Klimaschutzabkommen aufgekündigt. Es gilt als unsicher, ob die G-20-Staaten sich bei ihrem Treffen in Buenos Aires in den beiden Punkten auf eine gemeinsame Position einigen können.