"Staatenbund-Präsidentin" schuldig gesprochen. Die Geschworenen im Grazer Straflandesgericht haben am Freitag im Prozess rund um 14 Mitglieder des "Staatenbund Österreich" die Präsidentin des Bundes der versuchten Bestimmung zum Hochverrat für schuldig befunden. Die 42-Jährige soll vom Heer verlangt haben, die von ihr selbst verfassten Haftbefehle zu vollziehen und Mitglieder der Regierung festzunehmen. Sie wurde zu 14 Jahren Haft verurteilt.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 25. Januar 2019 (10:13)

Die Hauptangeklagte wurde von den Geschworenen in allen angeklagten Punkten für schuldig befunden. Das mit der höchsten Strafe verbundene Delikt ist die versuchte Bestimmung zum Hochverrat. Weiters wurde entschieden, dass die 42-Jährige mit dem "Staatenbund" auch eine staatsfeindliche Verbindung gegründet habe. Weiters wurde sie für schuldig der teilweise versuchten Nötigung der Regierung bzw. einzelner Regierungsmitglieder befunden, außerdem der Bestimmung zum Missbrauch der Amtsgewalt, Nötigung und des schweren gewerbsmäßigen Betruges.

Auch der Zweitangeklagte, ein ehemaliger Gendarmeriebeamter, wurde der versuchten Bestimmung zum Hochverrat für schuldig befunden. Er fasste eine zehnjährige Haftstrafe aus. Die übrigen Angeklagten wurden zu Strafen in der Höhe von neun Monaten bis drei Jahren - teilweise bedingt - verurteilt. Sechs Angeklagte wurden vom Vorwurf der Bestimmung zum Hochverrat freigesprochen. Die Laienrichter hatten am Donnerstag 14 Stunden beraten.