Explosion in Kremser Chemieunternehmen forderte einen Toten

Aktualisiert am 05. Mai 2022 | 17:36
Lesezeit: 4 Min
Ein Arbeiter ist am Donnerstagnachmittag bei einer Explosion in der Halle eines Chemieunternehmens in Krems ums Leben gekommen.
Werbung

Polizeiangaben zufolge gab es zudem zwei Verletzte. Das Gebäude wurde stark beschädigt und gleicht einem Trümmerhaufen. Das betroffene Unternehmen gab dennoch Entwarnung und betonte, dass keine Chemikalien ausgetreten seien. Noch am Donnerstag wurde die Ursachenforschung in Angriff genommen, Bundes- und Landeskriminalamt waren an Ort und Stelle.

Die Explosion war gegen 13.30 Uhr in Krems weithin wahrgenommen worden. "Das halbe Gebäude wurde weggerissen", sagte Bezirksfeuerwehrkommandant Martin Boyer zur APA. Auf dem Areal verteilt wurden Glassplitter und Ziegelreste. Eine Rauchsäule war über viele Kilometer hinweg sichtbar gewesen.

Im Objekt selbst hatten sich Angaben der Feuerwehr Krems zufolge zwei Arbeiter einer externen, auf Demontagen spezialisierten Firma befunden. Deren Aufgabe war es, einen Tank zu entfernen. Eine Brandsicherheitswache war deshalb in der Nähe. Das Chemieunternehmen selbst sprach in einer Aussendung von Abbrucharbeiten in der leeren Lagerhalle. Während einer der beiden Männer ums Leben kam, wurde sein schwerverletzter Kollege mittels Drehleiter gerettet und per Notarzthubschrauber ins AKH nach Wien transportiert.

Nach der Explosion an Ort und Stelle waren die Betriebsfeuerwehr sowie die Feuerwehr Krems, eingesetzt wurden laut Boyer in Summe bis zu 60 Mitglieder. Die Helfer waren über rund vier Stunden hinweg beschäftigt. Sicherungs- und Aufräumarbeiten wurden durchgeführt, zudem wurden mehrere Gasflaschen gekühlt, berichtete die Feuerwehr Krems. Seitens des Roten Kreuzes wurden neben dem Bezirkseinsatzleiter auch ein Notarzt- sowie vier Rettungswagen aufgeboten, teilte Sprecherin Sonja Kellner mit.

"Die Rettungskette wurde unmittelbar in Gang gesetzt und die Zusammenarbeit zwischen der Betriebsfeuerwehr sowie den Rettungskräften hat einwandfrei funktioniert", betonte das betroffene Unternehmen. Von den Betriebsanlagen gehe keine weitere Gefahr aus.